Nicht nur in Österreich ist es bitterkalt, auch an der Adria friert man. Dort hat die Kälte jetzt einer Heiligen im wahrsten Sinne des Wortes sogar den Kopf gekostet. Bei einer der berühmten Sandkrippen in Lignano ist der Kopf der heiligen Elisabeth, einer Verwandten der heiligen Maria, abgefallen.

„Der Zwischenfall ist sehr bedauerlich. Nicht nur die Kälte, sondern auch ein nicht korrekt ausgeführtes Fixieren des Kopfes dürfte dafür gesorgt haben. Man sieht jetzt aber auch, dass unsere Statuen nur aus Sand und Wasser bestehen“, sagt Mario Montrone, Präsident der Krippenfreunde „Dome Aghe e Savalon d‘ aur“, die die Ausstellung seit Jahren auf die Beine stellen.

Die heilige Elisabeth bei der Sandkrippe in Lignano verlor ihren Kopf durch die Kälte




Die heilige Elisabeth bei der Sandkrippe in Lignano verlor ihren Kopf durch die Kälte


© Privat

Elisabeth ist laut der Bibel jene Frau, die Maria besuchte, als sie erfahren hatte, dass sie Jesus gebären wird. Die Sandkrippe mit dem Bildnis steht im Eingangsbereich des Zeltes der Krippenausstellung, wo es am kältesten ist. Aber es sei das erste Mal, dass so etwas passiert ist, sagt Montore.

Neues Kunstwerk wird gebaut

Da die Ausstellung jetzt nur noch an den Wochenenden geöffnet ist und nicht mehr täglich, nutzt ein Künstler in den kommenden Tagen die Zeit, um ein neues Kunstwerk in den Eingangsbereich zu bauen, wie die Friauler Tageszeitung „Messaggero Veneto“ berichtet. Die Sandkrippenausstellung ist noch bis Anfang Februar geöffnet. Bis jetzt konnten dort bereits 77.000 Besucher begrüßt werden.

Minusgrade an der Küste

Während die Temperaturen an der Oberen Adria seit einer Woche zumindest tagsüber zwar immer noch im einstelligen Plusbereich liegen, gibt es in der Nacht Minusgrade, teilweise auch an der Küste. So sank die Temperatur in der Nacht in der vergangenen Woche auch zwischen Triest und Lignano stundenlang auf minus ein und minus zwei Grad Celsius.