Nürnberg – Es sind deutlich weniger Menschen nach Deutschland gekommen, um Asyl zu beantragen. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Flüchtlinge um mehr als 50 Prozent. Insgesamt stellten 113.236 Menschen einen Erstantrag auf Asyl.
Doch ein Teil dieser Anträge stammt nicht von Menschen, die selbst über die Grenze kamen. Tausende Asylbewerber wurden bereits hier geboren.
Zehntausende Asylanträge für Neugeborene
17.707 Asylbewerber sind Babys, die 2025 in Deutschland geboren wurden. Für sie wurde Asyl beantragt, weil sich ihre Eltern noch in einem Verfahren zur Aufenthaltsgenehmigung befinden. Das sind 15,6 Prozent aller Erstanträge auf Asyl, wie aus den aktuellen Jahresdaten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge hervorgeht.
In den Vorjahren war die Zahl der Neugeborenen noch höher:
- 2024 gab es 229.751 Asylanträge, davon 21.270 für Babys (9,3 Prozent)
- 2023 gab es 329.120 Asylanträge, davon 22.603 für Babys (6,9 Prozent)
- 2022 gab es 217.774 Asylanträge, davon 24.791 für Babys (11,4 Prozent)
- 2021 gab es 148.233 Asylanträge, davon 25.879 für Babys (17,5 Prozent)
- 2020 gab es 102.581 Asylanträge, davon 26.520 für Babys (25,8 Prozent)
Die meisten Asylanträge (21,1 Prozent) wurden vergangenes Jahr von Flüchtlingen aus Afghanistan gestellt. 2024 bildeten Syrer die größte Gruppe und kamen nun auf Platz 2 (20,5 Prozent). Auf Platz 3 bleibt die Zahl der Asylanträge von Menschen aus der Türkei (10,5 Prozent).