Konrad Walter, Sozialarbeiter und Grünen-Mitglied in Stuttgart, fährt regelmäßig in die ukrainische Hauptstadt, um dort in einem ehemaligen Blumenladen Drohnen für den Krieg gegen Russland zusammenzubauen.
Der Lötkolben in Konrad Walters Hand kann sich bis zu 400 Grad Celsius aufheizen. Wenn der 39-jährige Stuttgarter in der Werkstatt in Kiew Videotransmitter an ein Drohnengestell lötet, ist Präzision gefragt. Auch der Verantwortungsgrad ist hoch, da Walter nicht mit handelsüblichen Geräten hantiert. Die Werkstatt stellt an einem geheimen Ort in der Hauptstadt Drohnen für die ukrainischen Streitkräfte her – und sieht ganz anders aus, als man sich ein High-Tech-Labor oder ein Widerstandsnest aus Hollywood-Filmen vorstellt.