Aufgeheizte Drittliga-Partie im Advent

Nach Becherwürfen im Ostseestadion: Hansa Rostock bekommt Strafe vom DFB

Einigen Zuschauern brannten nach dem Last-Minute-Ausgleich von Alemannia Aachen Anfang Dezember die Sicherungen durch. Sie bewarfen Spieler des Gäste-Teams. Die Rostocker appellierten anschließend mit einem eindringlichen Statement an ihre Fans.

Rostock. In der Schlussphase kochten die Emotionen hoch. Nach dem Abpfiff flogen im Ostseestadion Becher. Für das unangebrachte Verhalten einiger Zuschauer beim Spiel zwischen dem FC Hansa Rostock und Alemannia Aachen am 7. Dezember 2025 hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nun seine Strafe bekannt gegeben.

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1200 Euro muss der FCH demnach zahlen. Ein Drittel davon kann der Fußball-Drittligist für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, heißt es im DFB-Urteil.

Frühe Rote Karte und späte Tore im Ostseestadion

Was war passiert? Im Spiel gegen den Tabellenfünfzehnten hatte sich der auf Platz sechs rangierende FC Hansa von vornherein nicht mit Ruhm bekleckert. Nach einer frühen Roten Karte für Aachen ging der Gegner nach einer halben Stunde in Unterzahl auch noch in Führung.

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Bis zur Pause konnten die Rostocker durch einen verwandelten Handelfmeter von Kenan Fatkic zwar immerhin den Ausgleich erzielen. Wirklich dominieren konnten die Hausherren ihre Gäste jedoch nicht.

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Richtig hitzig wurden Spiel und Stimmung dann zum Ende der Partie. Fiel in der fünften Minute der Nachspielzeit zunächst noch das erlösende 2:1, kassierte das Team von Cheftrainer Daniel Brinkmann weitere fünf Minuten später den Last-Minute-Ausgleich.

„Daraufhin wurden mindestens vier Plastikbecher in Richtung der jubelnden Aachener Spieler geworfen“, erläutert der DFB in seiner Urteilsbegründung. Zwar wurde niemand getroffen, heißt es dort. Dennoch ist das Werfen von Gegenständen strikt verboten und zu unterbinden.

Die Summe, die der FC Hansa dafür zahlen muss, ist vergleichsweise gering – erst im Dezember hatte der DFB die Fanverfehlungen während der Heimspiele gegen Energie Cottbus und 1860 München mit insgesamt mehr als 100.000 Euro sanktioniert.

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Dem Rostocker Drittligisten war das rüde Verhalten seiner Zuschauer rund um die Partie gegen Aachen vor dem letzten Heimspiel der Hinrunde aber zumindest einen Rüffel an die Tribünen-Rowdys wert. Mit den Worten „Lasst den Mist“ forderte der FCH seine Fans und Zuschauer in einer Mitteilung auf seiner Webseite dazu auf, sich zu benehmen – vor allem im Ostseestadion, am besten aber generell.

OZ