Um den Corputius-Plan und seinen Wert für die Archäologie geht es in einem Vortrag am Donnerstag, 22. Januar, ab 18.15 Uhr in der DenkStätte des Stadtarchivs am Karmelplatz 5 am Innenhafen. 

Der Duisburger Fotograf und Grafiker Frank Napierola präsentiert zum ersten Mal den neubearbeiteten Corputius-Plan und berichtet von den aufwendigen Schritten, den Plan in seiner ursprünglichen farblichen Brillanz neu zu schaffen. So ist es möglich, den Plan in seinem Facettenreichtum neu zu bewerten und ihn als Quelle für die Stadtgeschichte neu zu erschließen.

Stadtarchäologe Dr. Kai Thomas Platz erläutert, wie er zu dem Ergebnis kommt, dass die vermeintliche mangelnde geometrische Genauigkeit des Corputius-Planes eine bewusste Komposition seines Schöpfers, Johannes Corputius, darstellt. Abschließend berichtet Karina Schnakenberg über neue Aspekte zur spätmittelalterlichen Geschichte Duisburgs, an denen sie in ihrer Dissertation „Genese des westlichen Ruhrgebiets“ arbeitet. 

Die Teilnahme an dem Vortrag ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 60 Personen beschränkt.