Debatte um Föderalismus

Will Söder Bremen „abschaffen“? Bovenschulte kontert

14.01.2026 – 09:18 UhrLesedauer: 1 Min.

Andreas Bovenschulte und Markus SöderVergrößern des Bildes

Andreas Bovenschulte (links) und Markus Söder (Archivbild): Sie unterhalten sich in der Länderkammer, dem Bundesrat. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-bilder)

Bremens Bürgermeister Bovenschulte weist Söders Forderung nach einer Bundesländer-Neuordnung zurück. Er betont die wirtschaftliche Stärke des Stadtstaates.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat die Forderung von CSU-Chef Markus Söder nach einer Neuordnung der Bundesländer abgelehnt. Der SPD-Politiker reagierte damit auf die aktuelle Debatte um die Zukunft kleinerer Bundesländer.

Bovenschulte sagte: „Wir sind Space City Nr. 1 in Deutschland, liegen beim Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner im Ländervergleich auf Platz zwei hinter Hamburg und verschiffen über unsere prosperierenden Häfen auch Produkte aus München und Nürnberg in alle Welt.“

Der Bürgermeister betonte die Bedeutung der Bundesländer. Sie repräsentierten laut Bovenschulte Heimat, Verbundenheit, Geschichte und Identität. „Und damit spielt man nicht. Das sollte gerade ein bayerischer Ministerpräsident wissen“, fügte er hinzu.

Söder hatte sich zuvor kritisch über einige Bundesländer geäußert. Nach Teilnehmerangaben soll er auf der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion gesagt haben, einige Länder seien kaum noch lebensfähig und müssten von Bayern und anderen bezahlt werden.

Beim politischen Aschermittwoch 2024 hatte Söder laut Berichten angedeutet, man könnte Bremen und das Saarland „einsparen“. Konkrete Pläne für eine Neuordnung nannte er nicht.