Der 3:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen war sportlich eine klare Angelegenheit. Nach Abpfiff wurde aber schnell ein Mann abseits des Platzes Thema: Sportdirektor Sebastian Kehl (45). Es kursieren Gerüchte, wonach der Hamburger SV den BVB-Sportdirektor als möglichen Nachfolger von Ex-Sportvorstand Stefan Kuntz (63) auf der Liste haben soll. Sein Name soll in der Hansestadt intensiv diskutiert, Kehl selbst aber noch nicht kontaktiert worden sein.
Auffälliges Kehl-Verhalten in den BVB-Katakomben
Was auffiel: Kehl zeigte sich nach dem Spiel ungewohnt wortkarg. Normalerweise spricht der Manager fast immer in der Mixed Zone. Diesmal sagte er nur: „Heute habe ich mal nichts zu sagen …“ – und verschwand wieder. Ist eine vermiedene öffentliche Äußerung der beste Weg, um sich alle Zukunfts-Optionen offenzuhalten?
Klar ist: Die Spekulationen um Kehl werden mehr. Zuletzt wurde er bereits mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht. BILD weiß: Geht es bei einem namhaften Verein um eine Position auf Vorstands- oder Geschäftsführer-Ebene, denkt Kehl grundsätzlich darüber nach.
Auch interessant
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Dabei spricht vieles gegen einen Wechsel. Kehl ist tief in Dortmund verwurzelt, auch seine Kinder leben dort. Der BVB ist seit 2002 seine sportliche Heimat. 362 Pflichtspiele im schwarz-gelben Trikot, Kapitän, drei Meistertitel, ein Pokalsieg. Auch als Manager ist seine Bilanz stark: In zwei Jahren verpasste Dortmund jeweils nur knapp den Meistertitel beziehungsweise den Champions-League-Sieg. Sein Vertrag läuft noch bis 2027.
Warum die Gerüchte dennoch nicht einfach abgetan werden können: Im Dortmunder Führungszirkel kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Machtkämpfen, von denen auch Kehl betroffen war. 2024 wollte er die Nachfolge von Hans-Joachim Watzke (66) als Sport-Boss antreten, doch der Posten ging an Lars Ricken (49). Zudem soll Kehl intern nicht mit allen Abläufen zufrieden sein. Seine Zukunft bleibt also ein spannendes Thema…