Gerüchte bestätigen sich

Vor wenigen Tagen machte bereits die Runde, dass Zweitligist SC Preußen Münster eine Leihe des langjährigen Eigengewächses Jakob Korte plant und Regionalligist FC Gütersloh ein heißer Kandidat ist.

Der 22-Jährige spielt seit der U14 bei den Adlerträgern und hat sich über die U21 in der Oberliga Westfalen in den Kader der 1. Mannschaft gespielt. Im Sommer 2024 unterschrieb der Mittelfeldspieler einen Profivertrag. Nachdem er in der vergangenen Saison zum Nord-Regionalligisten VfB Lübeck ausgeliehen, aber durch eine Schambeinentzündung ausgebremst wurde, kann er nun wieder voll mitmischen, wie er im kürzlichen Trainingslager im spanischen Murcia beim 2:1-Testspielsieg gegen Belgiens Erstligisten Oud-Heverlee Leuven in der zweiten Hälfte unter Beweis stellte.

In der Rückrunde bekommt er nun die Chance auf regelmäßige Spielpraxis beim ostwestfälischen Regionalligisten.

„Jakob ist hier beim SC Preußen groß geworden. Er ist sehr professionell und verfolgt ehrgeizig seine Ziele. Dabei bringt er sich auf und neben dem Trainingsplatz sehr gut in unsere Gruppe ein. Durch seine Verletzungspause im Sommer wurde Jakob zurückgeworfen, dennoch möchten wir ihn weiterhin gezielt fördern und ihm die nächsten Entwicklungsschritte ermöglichen”, erklärt Jan Uphues. Der Preußen-Sportdirektor sieht in dem Leihgeschäft zudem eine gute Möglichkeit für den 22-Jährigen, sein Potenzial weiter zu entfalten: „Für seine persönliche Entwicklung ist Spielzeit auf höchstmöglichem Wettbewerbsniveau sehr wichtig. Da wir Jakob diese Einsätze aktuell nicht in ausreichendem Maße bieten können, haben wir uns gemeinsam mit ihm auf eine Leihe bis zum Saisonende verständigt. Wir werden ihn während seiner Zeit in Gütersloh eng begleiten und sind überzeugt, dass er diese Phase sowohl für sich als auch für seine Mannschaft gut nutzen wird.”

„Wir sind froh, dass das geklappt hat. Jakob ist ein technisch sehr guter Spieler, der wenig Bälle verliert. Er ist vor allem auf der Sechser- und Achterposition zu Hause. Wir hoffen, dass er uns in diesem halben Jahr weiterhilft“, freut sich Güterslohs Trainer Julian Hesse.

Korte blickt der neuen Aufgabe positiv entgegen: „Am Ende ist Spielpraxis das Wichtigste für mich, um wieder Wettkampfhärte auf hohem Niveau zu bekommen. Ich denke, wir haben da eine gute Lösung gefunden, und ich freue mich darauf, nach der Leihe mit neuen Erfahrungen in mein elftes Jahr beim SC Preußen zu gehen.” In der Rückserie 2025 wurde Korte schon einmal verliehen: Damals setzte der Mittelfeldmann seine positive Entwicklung beim VfB Lübeck in der Regionalliga Nord fort (zehn Einsätze, ein Tor) – ehe ihn eine Schambein-Entzündung ausbremste. „Das waren keine einfachen Monate“, blickt Korte zurück. Umso größer ist nun die Freude über das erneute Vertrauen seines Heimatvereins: „Ich bin sehr dankbar für die Chance, die der Verein mir gibt. Ich denke, dass dies auch eine Wertschätzung der harten Arbeit ist, die ich sowohl in der verletzungsbedingten Pause als auch zuletzt auf dem Platz investiert habe.“

Der gebürtige Münsteraner wechselte 2016 in die Jugend des SCP, durchlief seit der U14 alle Nachwuchsmannschaften und unterschrieb nach zwei Jahren in der U23 seinen ersten Profivertrag. Ein Musterspiel für den Preußenweg, wonach bei den Adlerträgern junge Talente behutsam an die erste Mannschaft herangeführt werden – wie es zuvor bereits bei Jano ter Horst der Fall war. Am 27. Oktober 2024 folgte das Debüt in der 2. Bundesliga beim 1:1-Auswärtsspiel in Braunschweig. Für das Eigengewächs ging damit ein Traum in Erfüllung, der sich nach einem Zwischenschritt in Gütersloh fortsetzen soll.