Wenn in der Werkstatt Glas erhitzt und unter präzisen Handbewegungen zu filigranen Apparaturen geformt wird, zeigt sich das handwerkliche Können von Lea Hering. Die Glasapparatebauerin gehört zu den besten Auszubildenden ihres Jahrgangs deutschlandweit. „Mir war wichtig, einen Beruf zu erlernen, bei dem man am Ende sieht, was man geschaffen hat“, sagt sie. An der TU Dortmund schätzt sie besonders die Vielfalt der Aufgaben: „Man macht nicht jeden Tag das Gleiche.“ Auch die Möglichkeit, als Auszubildende in ruhigeren Zeiten eigene Arbeiten umzusetzen, empfand sie als bereichernd.

Bei den Abschlussprüfungen der Industrie‑ und Handelskammer (IHK) gehörte Lea Hering zu den 211 besten Absolvent*innen unter rund 250.000 Prüflingen in ganz Deutschland und zählte zudem zu den Besten in Nordrhein-Westfalen. Für ihre herausragende Leistung wurde sie sowohl bei der Landesbestenehrung in Soest als auch bei der nationalen Bestenehrung in Berlin ausgezeichnet.

Handwerk mit Präzision und Kreativität

Während ihrer Ausbildung in den Werkstätten der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie fertigte Lea Hering Spezialgeräte für Forschungslabore an und reparierte empfindliche Glaskomponenten – Arbeiten, die ein hohes Maß an Präzision erfordern. „Hier wird man von mehreren erfahrenen Kolleg*innen betreut. Jeder zeigt seine eigene Technik, sodass man nach und nach einen eigenen Stil entwickelt“, erklärt sie. Nach ihrem Abschluss wurde sie von der TU Dortmund unbefristet übernommen.