Seit gut einem Jahr im Amt

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Steffen Baumgart hat seinen auslaufenden Vertrag beim 1. FC Union Berlin verlängert. Das bestätigte der Bundesliga-Klub am Mittwoch, ohne auf die neue Laufzeit des Arbeitspapiers einzugehen.
Der vorherige Köln- und HSV-Trainer übernahm das Team bei den Eisernen vor gut einem Jahr, als es sich unter Vorgänger Bo Svensson auf dem absteigenden Ast befand. Am 30. Spieltag stand der Klassenerhalt fest. In der laufenden Saison stehen die Köpenicker nach dem Hinrundenende mindestens auf dem neunten Tabellenplatz. Je nach Ergebnis des SC Freiburg am Mittwoch in Leipzig kann Union am Donnerstag in Augsburg noch am Sport-Club vorbei auf den achten Rang springen.
„Steffen hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und es geschafft, ihr Stabilität und Klarheit zu geben“, begründete Geschäftsführer Profifußball Horst Heldt die Entscheidung, langfristig auf Baumgart zu setzen. „Die Entwicklung der vergangenen Monate zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir spüren täglich, wie geschlossen hier auf dem Platz und darüber hinaus gearbeitet wird. Deshalb sind wir davon überzeugt, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.“
Baumgart erklärte: „Für mich war von Anfang an entscheidend, dass wir hier gemeinsam arbeiten, mit Vertrauen und einer klaren Idee von Fußball. Union steht für Zusammenhalt und eine konsequente Haltung auf dem Platz, die ich sehr zu schätzen weiß. Wir haben eine stabile Basis geschaffen, auf der wir weiter aufbauen und erfolgreich sein wollen.”
Baumgarts Bilanz an der Alten Försterei ist in den bisherigen rund zwölf Monaten im Amt mit 14 Siegen und ebenso vielen Niederlagen nach 38 Pflichtspielen ausgeglichen. Geprägt wurde die Zeit des gebürtigen Rostockers in Berlin neben dem Sportlichen aber auch durch dessen Emotionalität. Beim 4:3-Auswärtssieg in Frankfurt im September sah Baumgart die Rote Karte, nachdem er in Folge einer Elfmeter-Entscheidung unter anderem den Mittelfinger zeigte. Schiedsrichter Sven Jablonski habe er nach eigener Aussage dabei aber nicht gemeint. „Ich habe ins Leere geguckt, das ging in keine Richtung, also alles gut“, so der Coach hinterher über die Szene. „Das war eine Emotion, die ich aufgrund des Videobeweises und der vorherigen Situation hatte.“