
Von Tiefkühlpizza bis Dosenravioli: Die Menge der in Deutschland produzierten Fertiglebensmittel wächst. Besonders Nudelgerichte sind laut Statistischem Bundesamt bei den Verbrauchern beliebt.
In Deutschland werden immer mehr Fertiggerichte hergestellt. So wurden im Jahr 2024 1,7 Millionen Tonnen im Wert von 5,9 Milliarden Euro produziert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Fünf Jahre zuvor waren es noch 1,4 Millionen Tonnen im Wert von 4,1 Milliarden Euro.
Einen besonderen Zuwachs gab es bei Nudelgerichten: Hier stieg die produzierte Menge von 345.000 Tonnen im Jahr 2019 auf 539.000 Tonnen im Jahr 2024 (plus 56 Prozent). Bei den Fleischgerichten gab es einen mengenmäßigen Zuwachs um 43 Prozent auf 316.000 Tonnen. Bei den Gemüsegerichten wurde ein Plus von 7,2 Prozent auf 197.000 Tonnen verzeichnet. Einen Rückgang der Produktion gab es lediglich bei der Menge der Fischgerichte: Diese sank demnach um 7,2 Prozent auf 22.000 Tonnen.
Zeitaufwand für Essenszubereitung fast gleich
„Auch wenn das Angebot an Fertiggerichten zugenommen hat, verbringen Menschen in Deutschland nicht weniger Zeit mit der Essenszubereitung als früher“, teilten die Statistiker mit. So würden Menschen ab 10 Jahren im Schnitt 41 Minuten für die Zubereitung von Mahlzeiten aufwenden, wie aus der Zeitverwendungserhebung 2022 hervorgeht. Zehn Jahre zuvor war die durchschnittliche Dauer demnach fast gleich (40 Minuten).
Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist dabei weiterhin groß, wird aber kleiner. 2012 verbrachten Frauen und Mädchen im Schnitt täglich 31 Minuten länger mit der Essenszubereitung als Jungen und Männer. 2022 waren es noch 24 Minuten.