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Frankfurt erlebte zuletzt eisige Tage mit Frost und Schnee. Wie geht es nun weiter? Laut einer Wetterweisheit gibt Sankt Julian den Weg vor.

Frankfurt – Frankfurt und andere Teile des Rhein-Main-Gebiets schauen auf eisige Tage zurück. Dabei warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Frost, Schnee und Eis. Zeitweise war von einer „Gefahr für Leib und Leben“ die Rede. Der Verkehr auf den Schienen war zeitweise eingeschränkt, auch viele Straßen waren zeitweise spiegelglatt. Inzwischen sind die Temperaturen deutlich milder, vom Schnee ist kaum mehr etwas übrig.

Nun fragen sich viele: Wie geht es weiter mit dem Wetter in der Region? Kehrt der Eis-Winter noch einmal zurück nach Frankfurt und Rhein-Main? Eine Bauernregel ist für so manchen ein Ansatzpunkt. Und eine dieser Wetterweisheiten lässt nichts Gutes vermuten: „Sankt Julian bricht das Eis; bricht er es nicht, umarmt er es.“

Eiszeit-Januar und Bauernregel: Sankt Julian soll Wetter in Frankfurt und Rhein-Main voraussagenTauwetter in BayernDer Kälteeinbruch im Rhein-Main-Gebiet war deutlich. (Symbolbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Was steckt dahinter? Jedes Jahr am 9. Januar wird des heiligen Julian von Antoinë gedacht. Entsprechend meint die Bauernregel: Ist es am 9. Januar besonders kalt, bleibt der Winter noch länger erhalten. Wird es dagegen milder, hat das Bibbern bald ein Ende.

Mit Blick zurück könnte man daher denken, dass sich Frankfurt und andere Teile des Rhein-Main-Gebiets noch auf einige Wintertage einstellen müssen. Schließlich waren die Temperaturen am vergangenen Freitag niedrig, die Region war auf Eis und Schnee eingerichtet, auf einigen Autobahnen in Hessen herrschte Ausnahmezustand.

Doch wie das mit Wetterweisheiten so ist: Wissenschaftlich belegt sind sie nicht, es kann auch einfach anders kommen. So erklärt der Deutsche Wetterdienst (DWD): „Mit einer südwestlichen Strömung wird mildere Luft nach Hessen geführt. Tiefausläufer gestalten das Wetter dabei weiterhin wechselhaft.“

Meteorologen stimmen Bauernregel eher nicht zu: Es bleibt milder in Frankfurt und Rhein-Main

Dabei zeigt sich der Himmel am Mittwoch (14. Januar) stark bewölkt bis bedeckt und zeitweise fällt Regen. Die Temperaturen erreichen 7 bis 10 Grad, im Bergland um 5 Grad. Es weht ein schwacher bis mäßiger Südwestwind, der vor allem in Kammlagen teils stark böig auffrischen kann.

Am Donnerstag (15. Januar) ist es auch in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet erneut stark bewölkt bis bedeckt. Vorwiegend in der ersten Tageshälfte kann örtlich etwas Regen fallen. Die Höchstwerte liegen bei 7 bis 11 Grad, in höheren Lagen bei 5 Grad. Am Freitag ist es laut DWD dann heiter bis wolkig und trocken. Ganz fest scheint Sankt Julian den Eis-Winter in diesem Jahr also nicht umarmt zu haben.