Das Risiko für Hitze, Wasserknappheit und Dürre ist der Studie zufolge in der gesamten Vorder- und Südpfalz überdurchschnittlich hoch. Grund sei die Lage im Oberrheingraben, so die Analyse. Die Hitze staue sich hier besonders und das begünstige trockene Bedingungen.

Außerdem sei das Risiko für Überschwemmungen in Teilen der Pfalz besonders hoch – nämlich in den Kreisen, die direkt am Rhein liegen. Das betreffe Frankenthal, den Rhein-Pfalz-Kreis und den Kreis Germersheim und insbesondere Ludwigshafen. Denn Ludwigshafens kleine Gesamtfläche erhöhe die Überschwemmungsgefahr.

Stadt Ludwigshafen ist sich des Problems bewusst

Die Stadt Ludwigshafen ist sich des Problems bewusst, sagt ein Sprecher dem SWR. Viele Projekte zum Schutz vor Klimafolgen würden aktuell umgesetzt. So soll etwa eine Entsiegelung der Flächen entlang der geplanten Helmut-Kohl-Allee helfen. „Entlang der Straße sind breite Grünstreifen mit zwei Baumreihen auf beiden Seiten vorgesehen“, so ein Sprecher der Stadt. „Dort, wo eine Reduzierung der Flächenversiegelung im Stadtgebiet möglich ist, wird dies auch gemacht.“ An der Rheinuferstraße sei außerdem ein neues Versickerungsbecken geplant.

Auch für Hitze- und Dürreereignisse will die Stadt vorsorgen. Neu gepflanzte Bäume sollen unter anderem Schatten spenden. „In den nächsten vier Jahren werden im Stadtgebiet weitere rund 160 Bäume gepflanzt“, so der Sprecher. Zusätzliche 920 Bäume sind entlang der Helmut-Kohl-Allee geplant.

Risiken steigen in den kommenden Jahren weiter

Die Stadt weist aber auch darauf hin, dass sie bei der Anpassung an den Klimawandel Gelder von Bund und Ländern bekommt. „Dies sind erste wichtige Bausteine, die wir als finanzschwache Stadt benötigen, um uns schrittweise an geänderte Klimabedingungen anzupassen“, heißt es.

In vielen Teilen Deutschlands steigt laut der Studie außerdem in den kommenden Jahren das Risiko für Sturm und Starkregen. Das betrifft auch die Vorder- und Südpfalz. Bundesweit zählen die Städte und Kreise der Region zu den am meisten gefährdeten 25 Prozent. Besonders gefährdet sind Regionen in Norddeutschland. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat die Berechnung auf Basis der Daten eines Versicherungsunternehmens durchgeführt. In den kommenden Jahren rechnet das IW mit weiter steigenden Risiken.