Südstadt. Die Stadtentwässerung beginnt am Montag, 19. Januar, mit dem vierten Bauabschnitt in der Geibelstraße in der Südstadt. Wegen der Kanalbauarbeiten ist dann der Bereich zwischen Stephansplatz und Sallplatz betroffen, wiederum in zwei Abschnitten, die gesperrt sind. Der Start ist zwischen Stephansplatz und Albert-Niemann-Straße. Zunächst müssen die Arbeiter allerdings die Bäume beschneiden, wofür der gesamte Bauabschnitt schon seit Montag, 12. Januar, eine Woche lang gesperrt ist.

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Die Stadt will an der Geibelstraße beginnen, den Mischwasserkanal zu verlegen. Bisher liegt er unter den Nebenanlagen und soll sich künftig unter der Mitte der Straße befinden. Dazu verschwinden die vorhandenen Leitungen auf beiden Seiten und ein neuer zentraler Kanal entsteht. „Alle Hausanschlussleitungen werden neu angeschlossen“, betont Stadtsprecherin Janine Herrmann. Dabei sollen neue Leitungen verlegt werden, die unter den Grünstreifen und Fußwegen entstehen. Das soll mit einem Rohrvortrieb geschehen.

Anwohnerin vermisst Parkplätze

Um den Verkehr von der voll gesperrten Geibelstraße aufzunehmen, richtet die Stadt eine Umleitung über den Altenbekener Damm ein. Fußgänger und Radfahrer können die Geibelstraße weiterhin passieren. Die Stadt plant, bis Mitte August zu arbeiten und dann fertig zu sein.

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Anwohnerparken in der Südstadt (Geibelstraße): Eine Betroffene kritisiert fehlende Alternativen während der Sanierung.

Anwohnerin Birte Kahle hat sich an die Redaktion gewandt und kritisiert, dass die Bauarbeiten viele Parkplätze für Bewohner wegfallen lassen. Diese müssten jetzt in der Umgebung nach Alternativen suchen, was wenig aussichtsreich sei. Zudem hat sie den Eindruck, dass die Stadt zurzeit intensiv parkende Fahrzeuge kontrolliert: „In den letzten Wochen scheint es, als würde jedes falsch abgestellte Auto sofort notiert“, schreibt Kahle.

Wie andere Menschen aus der Südstadt, die sich an die Redaktion gewandt hatten, regt auch sie an, die Stadt solle sich lieber um schnelle Lösungen in Form von alternativen Parkflächen bemühen. Auch gelockerte Bewohnerparkregeln und eine Übergangsfrist, bis die Geibelstraße wieder befahrbar ist, wären aus der Sicht von Kahle sinnvoll. „Strafen allein lösen das Problem nicht – sie treffen nur diejenigen, die ohnehin schon unter der Situation leiden“, sagt sie.

HAZ