Standdatum: 14. Januar 2026.
Autorinnen und Autoren:
Karsten Lübben
Keine Punkte in Dortmund: Werder kassierte beim BVB eine 0:3-Niederlage.
Bild: Imago | Rhr-Foto
Verzwickte Lage für die Bremer: Seit sechs Spielen hat das Team von Coach Horst Steffen nicht mehr gewonnen – und nun stehen gleich drei Partien gegen Topteams an.
Das Resultat war am Ende deutlich. Mit 0:3 verlor Werder am Dienstagabend bei Borussia Dortmund. Coach Horst Steffen wollte im Anschluss allerdings dennoch viel Positives im Spiel gesehen haben. Dass sein Team sich beim BVB einige gute Chancen herausgespielt hat, sei „ein echter Fortschritt“ gewesen. Allein: Genutzt hat Werder keine von diesen.
Die Szene des Spiels war aus Bremer Sicht in der 18. Minute die Großchance von Justin Njinmah. Frei vor Keeper Gregor Kobel verpasste der Angreifer den Ausgleich zum 1:1. Seit drei Bundesliga-Partien hat Werder mittlerweile nicht mehr getroffen.
Friedl hadert mit Spielverlauf
Keine Gegenwehr: Nico Schlotterbeck erzielte nach einem Eckball das 1:0 für den BVB.
Bild: Imago | Sven Simon
Fortschritte waren in Dortmund allerdings im Aufbau- und Kombinationsspiel zu sehen. „Bis zum 0:2 haben wir ein ordentliches Spiel gemacht“, konstatierte Steffen zurecht. Dass es nicht zumindest für einen Punktgewinn reichte, lag an den Aussetzern in der Defensive. Beim 0:1 in der 11. Minute konnte Nico Schlotterbeck nach einem Eckball den Ball ungestört ins Bremer Tor köpfen. Vor dem 0:3 vertändelte Amos Pieper den Ball. Serhou Guirassy nahm das Geschenk gerne an (83.).
„Es tut weh, dass du dann hinten raus das Spiel so deutlich verlierst“, haderte Kapitän Marco Friedl mit dem Ergebnis. Die Bremer waren für ihn „ungefähr 60 Minuten lang die bessere Mannschaft“. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass den Dortmundern ein durchwachsener Auftritt reichte, um letztlich souverän die Partie zu gewinnen.
Am Freitag geht es bereits gegen Frankfurt weiter
Friedl fordert, dass das Team die Niederlage „schnell abhaken“ müsse. Schließlich steht bereits am Freitagabend (20:30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt die nächste Partie an. Die Luft bei Werder wird allerdings immer dünner. Seit sechs Bundesliga-Spielen haben die Bremer nicht mehr gewonnen. Noch beträgt der Abstand zum 16. Tabellenplatz, dem Relegationsrang, fünf Punkte.
Dieser ist allerdings trügerisch. Dass Werder in den kommenden Partien viele Zähler sammelt, wäre eine Überraschung. Schließlich stehen mit den Duellen gegen Frankfurt, Bayer 04 Leverkusen (24. Januar, 15:30 Uhr) und die TSG Hoffenheim (27. Januar, 20:30 Uhr) nun nacheinander drei Spiele gegen Topteams der Liga an. Danach könnte Werder schon tief im Abstiegskampf stecken.
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Fortschritte ware
Quelle:
buten un binnen.
Dieses Thema im Programm:
butenunbinnen.de, „Keine Tore, hartes Programm: Werder taumelt in den Abstiegskampf“, 14. Januar 2026, 16:24 Uhr

