War der Zugunfall zwischen Oberhausen-Borbeck und Essen-Dellwig doch kein Unfall? Am Montagabend, 12. Januar, hatte ein lauter Knall die Anwohner aus ihren Betten geholt. Das Geräusch sei so laut gewesen, dass wir „sofort senkrecht im Bett saßen“, berichtet eine Anwohnerin. Hendrik Heyer von der Pressestelle der Essener Polizei bestätigte tags darauf dieser Redaktion: „Ja, es hat hier einen Vorfall gegeben.“ Nun gibt es neue Erkenntnisse.

Jetzt ist klar, was die Lokomotive aus den Schienen geworfen hat: ein Metallteil auf dem Gleis. Unbekannte sollen den Unfallverursacher vorsätzlich befestigt haben, meldet die Polizei. Die Ermittler suchen jetzt nach Zeugen. Die Hintergründe der Tat sind bislang noch unklar.

Ursache für Zugunfall ist noch immer unklar

Schon am Dienstag hatte die „Bild“ über mögliche Metallklammern berichtet, die für den Unfall verantwortlich gewesen seien. Auch von einem möglichen US-Militärkonvoi, der die Strecke am Montagnachmittag eigentlich passieren sollte, war die Rede. Hierzu wollte sich die Polizei jedoch nicht äußern.

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Die Lok des mit Gefahrgut beladenen Güterzuges war gegen 22.40 Uhr in Höhe der Tunnelstraße aus dem Gleis gesprungen. Die Räder befanden sich rund 30 Zentimeter neben der Schiene, die Waggons des Zuges blieben sicher in der Spur. Verletzt wurde niemand. Nach Absprache mit der Bundespolizei seien auch zahlreiche Kräfte der Polizei Essen vor Ort gewesen.