Während der Mangel an verfügbaren und vor allem bezahlbaren Wohnungen in Berlin immer größer wird, stehen viele Büros in der Hauptstadt immer öfter leer. Die Grünen-Fraktion fordert daher, bis zur Erstellung einer aussagekräftigen Bedarfsanalyse den Bau von neuen Büros zu verbieten. Einen entsprechenden Antrag haben die Grünen nun ins Abgeordnetenhaus eingebracht.
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der
Werbevereinbarung
zu.
Demnach stünden aktuell mehr als 1,7 MIllionen Quadratmeter an Bürofläche in Berlin leer. Zudem sollen bis Ende 2026, so schreibt es die Grünen-Fraktion in ihrem Antrag, rund 840.000 Quadratmeter neue Büroflächen hinzukommen. Zeitgleich spitzt sich die Wohnungskrise weiter zu.
Wohnungsmangel in Berlin: Grünen-Fraktion will Neubau von Büros verbieten
So gibt es wohl kaum einen Berliner, der den Wohnungsmangel in der Hauptstadt nicht schon selbst zu spüren bekommen hat. Entweder, weil die Suche nach den passenden vier Wänden die eigenen Nerven strapaziert, oder weil jeder jemanden kennt, der in den sozialen Medien verzweifelt Aufrufe startet und so auf sein Wohnungsglück hofft.

Die Grünen-Fraktion fordert daher, „bis auf Weiteres kein neues Baurecht für den Neubau von Bürokomplexen oder Bürohochhäusern zu erlassen, solange keine belastbare Bedarfsanalyse vorliegt und weiterhin erheblicher Büroleerstand besteht“. Zudem sollen bisherige Planungsrechte für den Neubau von Büros „möglichst nicht weiterverfolgt werden“. Bei bereits fortgeschrittenen Planungen regen die Grünen eine Umplanung und ein entsprechendes Landesförderprogramm an.
Gleichzeitig fordern die Grünen eine umfassende Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse zu Bürokomplexen in Berlin, die jährlich fortgeschrieben werden soll.
rk