Minerva Hase und Nikita Volodin bei der EM in Sheffield

Stand: 14.01.2026 17:59 Uhr

Das deutsche Spitzenpaar Minerva Hase und Nikita Volodin hat bei der Eiskunstlauf-EM in Sheffield im Kurzprogramm Nerven gezeigt. Der Traum von der Titelverteidigung lebt aber.

Die favorisierten Vize-Weltmeister aus Berlin kamen zum Auftakt der Titelkämpfe in England am Mittwoch auf 74,81 Punkte und stehen damit hinter den derzeit führenden Georgiern Anastasiia Metelkina und Luka Berulava (75,96 Punkte) auf Platz zwei.

Hase/Volodin präsentierten ihren für die Olympiasaison neu komponierten Tango („El Abrazo“ von Maxime Rodriguez) und legten dabei einen soliden, aber keineswegs perfekten Auftritt hin. Schon früh musste das Paar einen Rückschlag verkraften, als sich Hase beim Dreifach-Salchow mit der Hand auf dem Eis abstützen musste. Im Anschluss zeigten beide aber keine Nerven mehr. Die Medaillenentscheidung fällt in der Kür am Donnerstagabend.

Hase: „Wir waren schon ein bisschen nervös“

Für die Titelverteidiger ist die EM gleichzeitig auch die Generalprobe vor den Olympischen Spiele in Mailand (6. bis 22. Februar). Dort geht das deutsche Duo mit Medaillenhoffnungen an den Start, in Sheffield gehören sie wie schon im vergangenen Jahr zu den Topfavoriten. „Wir waren schon ein bisschen nervös. Aber es waren viele gute Elemente in unserem Programm. In die Kür gehen wir wie in jede andere Kür“, sagte Hase. Volodin meinte: „Nach einem Kurzprogramm mit einem Fehler sind wir nie ganz zufrieden.“

Auch das zweite deutsche Duo zeigte einen guten Auftritt. Annika Hocke und Robert Kunkel, die vor drei Jahren EM-Bronze gewonnen hatten, zeigten zur Musik von Lady Gaga („Hold My Hand“) ein solides Kurzprogramm und liegen mit 65,47 Punkten derzeit auf Rang vier. Allerdings ist der Rückstand auf die Ungarn Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko (73,32) auf Rang drei schon beträchtlich. „Wir haben uns auf dem Eis sicher gefühlt, aber es geht noch ein Stückchen besser“, sagte Hocke. Kunkel ergänzte: „Wir haben nur wenige kleine Fehler gemacht, die kaum aufgefallen sind.“

Eistanz: Absage von van Rensburg/Steffan

Die fünfmaligen deutschen Eistanz-Meister Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan mussten kurzfristig passen. Steffan habe das offizielle Training am Dienstag wegen eines Infekts abgebrochen, teilte die Deutsche Eislauf-Union mit.

„Es ist sehr schade, dass wir bei den Europameisterschaften nicht starten können“, erklärte van Rensburg. „Aber die Gesundheit geht vor und wir wollen auf unserem Weg zu den Olympischen Spielen kein Risiko eingehen. Die Winterspiele in Mailand sind das große Ziel.“ Für die fünfmaligen deutschen Meister rückte das Duo Charise Matthaei/Max Liebers (Chemnitz) nach.