Rückrundenstart gegen Bielefeld
Fortuna will raus aus dem Keller: „Brauchen positiven Spirit“
14.01.2026 – 16:46 UhrLesedauer: 3 Min.
Fortuna-Coach Markus Anfang (Archivbild): Zum Auftakt der Rückrunde bekommt es sein Team mit Arminia Bielefeld zu tun. Gelingt ein positiver Start? (Quelle: IMAGO/Laci Perenyi)
Schafft Fortuna Düsseldorf am Freitag gegen Bielefeld den Sprung aus dem Tabellenkeller? Markus Anfang setzt auf einen vollen Kader – und Aufbruchstimmung rund um den Klub.
Wenn die Fortuna am Freitagabend (Anpfiff 18.30 Uhr) unter Flutlicht in die Rückrunde startet, spielt auch die Erinnerung mit. Vor gut fünf Monaten war es der völlig missglückte Saisonauftakt gegen Arminia Bielefeld, der den aktuellen Abstiegskampf der Düsseldorfer einleitete. 1:5 hieß es damals nach 90 Minuten, die Niederlage beim Zweitliga-Neuling war für den selbst ernannten Aufstiegskandidaten eine Schmach.
Jetzt gilt es nicht nur, erfolgreich Revanche zu nehmen. Vielmehr kann die Fortuna mit einem Sieg die Abstiegszone verlassen und an den zuletzt schwächelnden Ostwestfalen, die seit fünf Spielen auf einen Sieg warten, vorbeiziehen.
„Zwei Siege hintereinander würden uns gut zu Gesicht stehen“, meint Markus Anfang bei einer Pressekonferenz am Mittwoch – das gelang der Fortuna in dieser Saison noch nie. Der Trainer ist trotzdem optimistisch, dass dem Dreier gegen Fürth kurz vor Weihnachten jetzt der nächste Sieg gegen Bielefeld folgen kann. Und mehr noch: „Vielleicht können wir uns all das holen, was wir in der Hinrunde haben liegen lassen“, hofft der 51-Jährige mit Blick auf die nächsten Wochen.
Helfen soll dabei ein voller Kader, auch wenn Jesper Daland am Freitag gelbgesperrt fehlen wird. Die Zeiten von Muskelverletzungen und Ausfällen sollen aber vorbei sein. Stattdessen hat Anfang aktuell einen gesunden Konkurrenzkampf und damit auch eine „unheimlich gute Trainingsqualität“ bei seinen Spielern ausgemacht.
Dazu wurde unter dem neuen Sportvorstand Sven Mislintat in der Winterpause auch am Kader geschraubt. Eindruck in der kurzen Zeit hat vor allem Satoshi Tanaka hinterlassen. Den 23-jährigen Japaner hat Mislintat aus Hiroshima an den Rhein gelotst. Sein Job: mehr Ordnung und Kontrolle im Mittelfeld, mehr Struktur für das Offensivspiel. Beim Testspielsieg gegen Liberec erfüllte Tanaka die Erwartungen direkt und zog zentral die Fäden. Eine längere Anpassungsphase scheint der Neuzugang nicht zu benötigen.
Gegen Bielefeld noch keine Option ist hingegen Neuzugang Nummer zwei, Jordi Paulina. Von Borussia Dortmund II holte die Fortuna den hochtalentierten Offensivspieler mit der Empfehlung von sieben Toren in elf Regionalliga-Spielen. Bevor er bei der WM für Curaçao auf Torejagd geht, soll der 21-Jährige das in Düsseldorf tun. Noch bremsen ihn die Folgen eines kleinen Muskelfaserrisses aus, er könnte aber bereits nächste Woche eine Option sein.
Mit Blick auf Neuzugänge und Rekonvaleszenten erhofft sich Anfang für die Rückrunde insgesamt mehr Flexibilität. „Wir werden breiter und variabler aufgestellt sein, können je nach Spiel mit zwei Sechsern oder auch zwei Achtern spielen und einiges machen, was wir in der Hinrunde nicht machen konnten“, ist der Coach überzeugt.
Dass dabei auch in der Zukunft Anouar El Azzouzi eine wichtige Rolle spielen soll, steht für Markus Anfang außer Frage. Der Marokkaner habe im Trainingslager über weite Strecken eher lustlos gewirkt, bekomme jetzt aber Rückendeckung. Zum einen bewertet sein Trainer seinen Auftritt gegen Liberec nach der Einwechslung als äußerst positiv. Zum anderen lasse El Azzouzi „grundsätzlich sein Herz auf dem Platz und gibt Gas“, so Anfang.
