Seiten aus dem Bericht zur Neubaustrecke mit geschwärzten persönlichen Daten

Stand: 14.01.2026 19:17 Uhr

Im Bericht des Bundesverkehrsministeriums zur Neubaustrecke wurden persönliche Daten unzureichend geschützt. Ein Ratsherr der Grünen aus Seevetal (Landkreis Harburg) hat die Datenpanne bemerkt.

Zu dem Bericht des Bundesverkehrsministeriums gehören auch Unterlagen von Einwendern, also Personen oder Behörden, die sich zu der geplanten Trasse geäußert haben. Deren persönliche Daten, zum Beispiel Namen und Adressen, sind eigentlich geschwärzt. Dem Ratsherr aus Seevetal war jedoch aufgefallen, dass sich die Schwärzungen mit einer PDF-Bearbeitungssoftware verschieben lassen. Dadurch werden Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Bürgern, Politikern und Behördenmitarbeitern sichtbar.

Behördeninternes Alarmsystem bereits aktiviert

Die genaue Ursache des Fehlers ist bisher nicht bekannt. Ein Sprecher der Bundesdatenschutzbeauftragten erklärte dem NDR Niedersachsen, es handle sich bei der aktuellen Panne offenbar um einen Anwenderfehler. Laut den gesetzlichen Vorschriften werde der Vorfall innerhalb von 72 Stunden an das zuständige Referat im Bundesverkehrsministerium gemeldet. Ein behördeninternes Alarmsystem sei bereits aktiviert worden. Ob es darüber hinaus weitere Konsequenzen geben wird, sei noch offen.

Landkreis Harburg befürchtet Vertrauensverlust bei Bürgern

Fest stehe jedoch, dass die Veröffentlichung von Kontaktinformationen wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Privatpersonen rechtlich und ethisch „höchst problematisch“ sei, so der Sprecher. Auch der Landkreis Harburg, der sich gegen die Neubaustrecke positioniert hat, äußerte Kritik: „Der mangelhafte Umgang mit sensiblen Daten trägt weiter zu einem Vertrauensverlust der betroffenen Bürgerinnen und Bürger bei“, hieß es in einer Mitteilung.

Ein ICE der Deutschen Bahn fährt in der Region Hannover.

Zwischen 2050 und 2063 soll die Strecke laut Bahndokumenten befahrbar sein und bis zu 14,1 Milliarden Euro kosten. Das sorgt für Kritik.

Ein ICE steht an einem Bahngleis.

Das Bundesverkehrsministerium hat seinen Bericht nach NDR Informationen vorgelegt. Einige Wünsche blieben unberücksichtigt.

Ein Kreuz steht als Protest gegen eine geplante Neubaustrecke der Bahn auf einem Hof beim «Heidegipfel» zu dem die Bürgerinitiativen Pro-Alpha-E und der Projektbeirat Alpha-E eingeladen haben.

Die Trasse zwischen den Städten ist überlastet. Wie die Situation entlastet werden soll, wird seit 1962 diskutiert. Ende in Sicht?

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 14.01.2026 | 15:00 Uhr