Heikendorf. Die Entscheidung ist gefallen: In Heikendorf wird ein Feuerwehrhaus gebaut. Kosten für das Vorhaben: rund 12 Millionen Euro.
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Es soll direkt an der Grenze zwischen den beiden Ortsteilen Altheikendorf und Neuheikendorf entstehen, an der Kreuzung von Lehmkamp, Neuheikendorfer Weg und Tobringer.
Feuerwehrhaus Heikendorf unweit der B502
Das neue Feuerwehrhaus in Heikendorf steht damit einmal unweit der B502 sowie direkt gegenüber vom geplanten Neubaugebiet Krischansbarg.
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Die Gemeindevertretung einigte sich in ihrer jüngsten Sitzung darauf, die Variante 2 plus bauen zu lassen. Diese Entscheidung trafen die Politikerinnen und Politiker einstimmig.
Diskussion über Deckenhöhen in der neuen Feuerwache
Während der Sitzung flammte für einen kurzen Moment eine Diskussion über geplante Deckenhöhen in der neuen Feuerwache auf. Die Debatte wurde allerdings schnell für beendet erklärt. Schließlich seien die Details Teil der Planung.
Im nächsten Schritt wird sich der Bauausschuss der Gemeinde mit der neuen Wache für die Feuerwehr beschäftigen. Es wird dann darum gehen, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zum Bau des Feuerwehrgerätehauses zu schaffen. Es braucht einen Bebauungsplan, außerdem muss der Flächennutzungsplan geändert werden.
Man muss die alten Zöpfe auch mal abschneiden können und nach vorne blicken.
Jens Willrodt
einstiger Gemeindewehrführer
Die Sitzung am 20. Januar im Heikendorfer Rathaus ist öffentlich. Einen Tag später soll sich die Gemeindevertretung am selben Ort mit dem Thema befassen.
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Die neue Feuerwache in Heikendorf ist darauf ausgelegt, bis zu 12.500 Menschen zu versorgen. Derzeit leben in Heikendorf etwa 8000 Menschen. Im neuen Wohngebiet Krischansbarg in Heikendorf sollen 500 Wohneinheiten entstehen.
In dem neuen Feuerwehrhaus sollen beide Ortswehren aus Alt- und Neuheikendorf sitzen. In Neuheikendorf fehlt seit Jahren ausreichend Platz im Gerätehaus. Pläne, ein Feuerwehrhaus am Ortsausgang Richtung Brodersdorf zu bauen, sind mit dem neuen Plan vom Tisch.
Die Erschließungs- und Baukosten inklusive Außenanlagen und Ausstattung für das neue Heikendorfer Feuerwehrhaus belaufen sich auf 11,6 Millionen Euro.
Eine Baugenehmigung könnte im ersten Halbjahr 2027 vorliegen, dann erst können die Arbeiten starten. Die Feuerwehren könnten also frühestens im Herbst 2029 einziehen, so der Plan.
Das neue Feuerwehrhaus wäre auch ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Feuerwehren in Heikendorf zusammenrücken. Derzeit zählt die Feuerwehr knapp 100 Aktive. Ein Wegbereiter der Fusion war der einstige Gemeindewehrführer Jens Willrodt.
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Er sagte einmal: „Vor zehn Jahren war es für viele Aktive in Heikendorf undenkbar, eine gemeinsame Feuerwehr zu bilden. Aber man muss die alten Zöpfe auch mal abschneiden können und nach vorne blicken.“
Eine wichtige Veränderung könnte es mit der neuen Feuerwehr in Heikendorf auch für den Rettungsdienst des Kreises Plön geben. Dieser soll schon länger einen Stützpunkt in Heikendorf bekommen.
Mit dem Umzug der Altheikendorfer Feuerwehr würden die Räume im Haus der Sicherheit gegenüber von der Grund- und Gemeinschaftsschule frei. Dort könnte der Rettungsdienst einziehen. Der Kreis Plön bestätigte zuletzt das Ziel, „im Haus der Sicherheit einen Rettungswachen-Stützpunkt einzurichten“.
Bislang gibt es Rettungswachen in Preetz, Probsteierhagen und Lütjenburg
Für die Menschen in Heikendorf hätte das den Vorteil, dass sie eine Rettungswache direkt im Ort hätten. Bislang gibt es Rettungswachen in Preetz, Probsteierhagen und Lütjenburg. Ihnen zugeordnet sind Standorte in Stakendorf und Giekau.
Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) bereitet derweil ein neues Rettungsdienstgesetz vor, mit dem sie auf den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel und die Krankenhausreform mit ihren Zentralisierungen und längeren Wegen reagieren will.
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Eine der wichtigsten Änderungen: Die Leitstellen sollen künftig entscheiden, welcher Notfall wie wichtig ist und wie schnell ein Notarzt vor Ort sein muss. Patienten werden dann nur noch in akut lebensbedrohlichen Notfällen, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, möglichst innerhalb von zwölf Minuten versorgt. Bei weniger schweren Fällen könnte es länger dauern.
Notfälle in Heikendorf wären mit der neuen Rettungswache im Haus der Sicherheit deutlich schneller zu erreichen.
KN