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Die CDU-Senioren-Union Drensteinfurt hat Doris Asbrand zur neuen Vorsitzenden gewählt. Seniorenbeauftragter Rüdiger Pieck sprach über das Thema Einsamkeit im Alter.

Drensteinfurt – 15 Jahre lang hat Josef Waldmann die CDU-Senioren-Union Drensteinfurt als erster Vorsitzender sicher geführt. Am Dienstagabend gab er sein Amt an seine Nachfolgerin Doris Asbrand ab. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung im Restaurant Valenio am Marktplatz standen die turnusmäßigen Vorstandswahlen.

Doris Asbrand löst Josef Waldmann als Vorsitzenden ab – „Ich trete in große Fußstapfen“

Zuvor berichtete der scheidende Vorsitzende ein letztes Mal über die vergangenen, sehr aktiven zwei Jahre. „Wir haben nicht entschieden, aber wir haben Impulse gegeben“, sagte Waldmann und lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit zwischen den Ortsvereinen und dem Stadtverband. Die CDU dürfe optimistisch in die Zukunft blicken. „Wir hatten bei der Kommunalwahl die absolute Mehrheit und mit Markus Wiewel einen CDU-Kandidaten, der den angespannten Haushalt Drensteinfurts in den Griff bekommen wird“, zeigte er sich zuversichtlich.

Der neue Vorstand: Ludger Wiewelhove, Thomas Volkmar, Doris Asbrand, Joachim Dittrich, Werner Wiewel, Bernhard Stückmann, Josef Waldmann, Christiane Paschko, Alfred Graf von Looz (Es fehlen Bernhard Krellmann und Dr. Birgit Salomon)Der neue Vorstand der Senioren-Union Drensteinfurt: (von links) Ludger Wiewelhove, Thomas Volkmar, die neue Vorsitzende Doris Asbrand, Joachim Dittrich, Werner Wiewel, Bernhard Stückmann, Josef Waldmann, Christiane Paschko und Alfred Graf von Looz. Auf dem Bild fehlen Bernhard Krellmann und Dr. Birgit Salomon. © Mechthild Wiesrecker

Die Wahlen verliefen zügig, problemlos und einstimmig. Doris Asbrand übernimmt den Vorsitz der CDU-Senioren-Union. „Ich trete in große Fußstapfen, aber ich habe ein gutes Team an meiner Seite. Gemeinsam werden wir das schaffen“, sagte sie fröhlich.

Als stellvertretende Vorsitzende wurden Bernhard Krellmann und Bernhard Stückmann bestätigt, ebenso Thomas Volkmar als Schriftführer. Zu Beisitzern wurden Christiane Paschko, Ludger Wiewelhove, Alfred Graf von Looz, Dr. Birgit Salomon (in Abwesenheit), Josef Waldmann und Joachim Dittrich gewählt.

Ehrungen der Senioren-Union: Werner Wiewel seit 20 Jahren Mitglied

Auf der Tagesordnung standen zudem Ehrungen. Für 15 Jahre Mitgliedschaft (2024) wurden Alfred Graf von Looz, Alfred Wimber, Heinrich Gaßmöller und Franz-Josef Voß mit einer Urkunde ausgezeichnet. Für 20 Jahre Mitgliedschaft (2025) erhielt Werner Wiewel eine Urkunde, Ingeborg Nattke für zehn Jahre.

Die Ehrungen von links: Franz Josef Voß, Alfred Graf von Looz, Ingeborg Nattke, Heinrich Gaßmöller, Werner Wiewel (es fehlt Alfred Wimber)Die Geehrten (von links): Franz Josef Voß, Alfred Graf von Looz, Ingeborg Nattke, Heinrich Gaßmöller, Werner Wiewel (es fehlt Alfred Wimber). © Mechthild Wiesrecker

Als Gast war der Seniorenbeauftragte der Stadt Drensteinfurt, Rüdiger Pieck, eingeladen. Er berichtete, wie er sich als langjähriger Jugendpfleger während der Corona-Zeit verstärkt der Seniorenarbeit widmete und später von der Stadt offiziell damit beauftragt wurde. „Ein Glücksfall, denn ich mache das sehr gerne“, sagte Pieck. Sein Ziel sei es, die Seniorenarbeit ebenso gut aufzustellen wie die Kinder- und Jugendarbeit.

Ausführlich ging Pieck auf den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit ein. „Es gibt Menschen, die allein, aber nicht einsam sind – ihnen geht es gut. Hilfe brauchen diejenigen, die trotz vieler Kontakte und Termine einsam sind“, erklärte er. Um diesen Menschen zu helfen, sei die gesamte Bürgerschaft gefragt, aufmerksam zu sein, Unterstützung anzubieten oder Kontakte zu vermitteln.

Gegen Einsamkeit helfe es, viele lockere Bekanntschaften zu pflegen, etwa über verschiedene Seniorentreffs. Dazu zählt auch der Ü60-Treff im „Raum der Generationen“ im Kulturbahnhof, der donnerstagvormittags stattfindet. Abschließend äußerte Pieck den Wunsch, dass Ärzte bei Bedarf ein sogenanntes „soziales Rezept“ ausstellen könnten, das den Kontakt zu einem Sozialarbeiter beinhaltet, wie es in England bereits praktiziert werde.

Die Kommunalpolitik in Drensteinfurt ist ein Ehrenamt. Nur der Bürgermeister ist hauptamtlich angestellt und bezieht ein Gehalt. Ratsmitglieder erhalten eine Aufwandsentschädigung.