Das neue riesige EU-Darlehen für die Ukraine soll nach dem Willen der Europäischen Kommission zu einem großen Teil den gegen Russland kämpfenden Streitkräften zugutekommen. Wie ein von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierter Vorschlag vorsieht, soll das ukrainische Militär mit 60 Milliarden Euro unterstützt werden.
Die verbleibenden 30 Milliarden Euro des insgesamt 90 Milliarden Euro umfassenden Kredits sollen dem Vorschlag der Brüsseler Behörde zufolge der Ukraine als Haushaltsunterstützung bereitgestellt werden.
Mit der Unterstützung werde sichergestellt, dass die Ukraine einerseits ihre Verteidigung auf dem Schlachtfeld stärken und ihre militärischen Fähigkeiten ausbauen könne sowie andererseits den Staat sowie die grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen aufrechterhalten könne, sagte von der Leyen.
Nach Berichten der US-Nachrichtenagentur „Bloomberg“ planen der Sondergesandte der Trump-Regierung, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ein erneutes Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin. Personen, die mit den Planungen vertraut sind, zufolge könnte das Treffen noch im Januar stattfinden. Aus dem Weißen Haus hieß es jedoch, bislang sei ein solches Treffen nicht vereinbart.
Dem „Bloomberg“-Bericht zufolge soll es bei dem möglichen Treffen erneut um Fragen US-amerikanischer und europäischer Sicherheitsgarantien für die Ukraine gehen.
Ermittler der ukrainischen Antikorruptionsbehörden haben das Büro der Vaterlandspartei der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko durchsucht. Das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) teilten mit, dass gegen die Vorsitzende einer Parlamentsfraktion ein Verdacht bestehe. Sie soll versucht haben, das Abstimmungsverhalten von Abgeordneten anderer Fraktionen durch Geldzahlungen zu beeinflussen.
Timoschenko wies die Vorwürfe zurück. In einem Beitrag auf Facebook kritisierte sie das Vorgehen der Ermittler scharf. Nach ihren Angaben hätten mehr als 30 bewaffnete Männer ohne Vorlage entsprechender Dokumente das Gebäude betreten. Mitarbeiter seien festgehalten worden. Die Durchsuchung bezeichnete sie als eine „PR-Aktion“ und sprach von „absurden Anschuldigungen“. Nach ihren Angaben wurden Telefone, parlamentarische Unterlagen sowie persönliche Ersparnisse beschlagnahmt.