Wilfersdorf (Österreich) – Wieder ein schrecklicher Femizid in Österreich: Hier ermordete ein Mann (47) seine deutsche Freundin (36). Der Killer verriet sich gegenüber einem Bekannten am Telefon.
Das Paar lebte in einem gelben Einfamilienhaus im 2000-Seelen-Ort Wilfersdorf in Österreich. Laut Lokalmedien war es erst im Sommer letzten Jahres hier eingezogen. Am Dienstagabend erstattet der Zeuge nach dem Mordgeständnis seines Bekannten Anzeige auf der Polizeiinspektion Mistelbach. Die Beamten rasten umgehend zu dem Haus des Paares. Dort habe sich der Tatverdächtige gegenüber den Ermittlern „umgehend kooperativ“ gezeigt und sie direkt zur Leiche seiner Freundin geführt, so die Polizei. Das Opfer war laut Österreichischem Rundfunk (ORF) Deutsche.

Die österreichische Polizei hat die Tür zum Haus versiegelt
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Leiche in Erdkeller versteckt
Der Mann gestand, seine Freundin schon acht Tage zuvor erdrosselt zu haben. Laut seiner Aussage sei der Tat „ein Streit vorangegangen“, so die Polizei in einer Mitteilung. Die Leiche hatte er in einem Erdkeller auf dem Grundstück abgelegt. Solche Keller nutzt man für gewöhnlich zur kühlen Lagerung von Lebensmitteln. Der Mann soll der Polizei bereits wegen des Verdachts von häuslicher Gewalt bekannt gewesen sein.
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Die kleine Gemeinde ist bestürzt über den Mord an der 36-Jährigen. „Nein zu Gewalt gegen Frauen“, heißt es auf der offiziellen Gemeindeseite. Und weiter: „Wir sind erschüttert über den kürzlich in Wilfersdorf verübten Femizid, bei dem eine Gemeindebürgerin durch Gewalt ihres Partners ums Leben gekommen ist. (…) Die Marktgemeinde Wilfersdorf verurteilt jede Form von Gewalt an Frauen und Mädchen sowie jegliche Gewalt innerhalb von Partnerschaften mit aller Deutlichkeit.“
Der 47-Jährige wurde festgenommen und in die Justizanstalt Korneuburg gebracht. Die Leiche seiner Partnerin soll obduziert werden.
Zweiter Femizid in nur wenigen Tagen
Die 36-Jährige ist die zweite Frau, die innerhalb weniger Tage in Österreich durch Gewalt starb. Am Dienstag legte ein Polizist (30) im Fall der vermissten Johanna G. (34) aus der Steiermark ein Geständnis ab. Er behauptete laut österreichischen Medien, sie sei bei einvernehmlichem Sex bei Würgespielen erstickt. Johanna G. soll schwanger gewesen sein. Die Ermittlungen dauern an.

Die seit Freitag vermisste Fitnesstrainerin Johanna G. (34) wurde tot geborgen
Foto: Landeskriminalamt Steiermark
