Die Rivalität in der 3. Liga zwischen Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen sorgt seit Jahrzehnten für Emotionen, sportlich wie auf den Rängen. Nun hat eine provokante Fan-Aktion aus Aachen die Spannungen weiter angeheizt und eine Debatte über Grenzen im Fußball ausgelöst.

Provokation jenseits der Rivalität

Rivalitäten gehören zum Fußball, doch eine Aktion eines Aachener Fanclubs überschreitet für viele Beobachter klar die Grenze des Akzeptablen. Die Gruppierung „Fahrgemeinschaft 520“ soll im Stadion Tivoli T-Shirts mit der Aufschrift „Tod und Hass dem RWE“ angeboten haben. Die Artikel seien bei Heimspielen nahe des Aufgangs zum Block S4 verkauft worden. Ein Facebook-Beitrag, der den Verkauf bewarb, wurde mittlerweile gelöscht.

Verein genehmigte offenbar Fan-Merchandise

Nach Informationen des „RevierSport“ ist der Verkauf von Fanartikeln durch verschiedene Gruppierungen im Stadionumfeld offiziell genehmigt worden. Produkte der „Fahrgemeinschaft 520“ sollen sogar auf dem Tivoli-Weihnachtsmarkt erhältlich gewesen sein. Eine Stellungnahme von Alemannia Aachen auf eine Anfrage blieb bislang aus.

Historische Feindschaft mit langer Statistik

Die aktuelle Episode reiht sich ein in eine langjährige Feindschaft zweier Traditionsklubs der Liga3. Insgesamt 88 Pflichtspiele haben Essen und Aachen in unterschiedlichen Wettbewerben gegeneinander bestritten.

  • Siege RWE: 38
  • Siege Aachen: 34
  • Unentschieden: 16

Sportlich hatte zuletzt Aachen die Nase vorn: Die vergangenen drei Duelle gingen allesamt an die Alemannia, darunter ein 3:2-Auswärtssieg an der Essener Hafenstraße am 4. Spieltag der laufenden Saison. Das nächste direkte Duell steigt am 23. Spieltag am 8. Februar (16 Uhr) erneut auf dem Tivoli.