Nach den am Sonntag von BILD veröffentlichten Informationen über die Hintergründe der Trennung von Stefan Kuntz (63) als Sportvorstand beim Hamburger SV hat sich nun auch eine Mitarbeiterin des Klubs gegenüber dem „Spiegel“ geäußert – und dabei konkrete Vorwürfe erhoben.
HSV-Mitarbeiterin spricht von „unangemessenem Körperkontakt“
Wie der „Spiegel“ am Mittwoch berichtete, habe man Kontakt zu einer betroffenen HSV-Mitarbeiterin gehabt. Der „Spiegel“ schreibt: „Sie bestätigt Schilderungen der Bild und erhebt Vorwürfe.“ Demnach habe sich Kuntz gegenüber ihr und anderen Kollegen unpassend geäußert. Auch zu „unangemessenem Körperkontakt“ soll es gekommen sein, wird die Frau wörtlich zitiert. Zwei weitere Quellen bestätigen laut „Spiegel“ ähnliche Beobachtungen. Intern sei Kuntz demnach von mehreren Mitarbeitenden als touchy guy wahrgenommen worden.

So hatte BILD am Sonntag am 11. Januar über den Fall berichtet
Kuntz selbst hatte die am Wochenende von BILD publik gemachten Vorwürfe der sexuellen Belästigung in einer persönlichen Erklärung bei Instagram am Sonntagabend als „falsch“ zurückgewiesen. Aus seinem Umfeld war zudem von einer mutmaßlichen Verleumdungskampagne die Rede, mit dem Ziel, eine Trennung herbeizuführen.
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Der HSV-Aufsichtsrat teilte am Montag mit, dass dem Kontrollgremium bereits im Dezember 2025 „Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens“ gegen Kuntz vorgelegt worden seien. Nach interner Prüfung sei man zur Einschätzung gelangt, dass die Anschuldigungen „glaubhaft“ seien, weshalb eine „schnellstmögliche Trennung“ angestrebt worden sei.
Ein HSV-Insider beschreibt Kuntz im „Spiegel“ als „Mann mit zwei Gesichtern“. Eine andere Quelle sagt: „Den Kuntz aus dem Fernsehen (also den eloquenten und freundlichen Experten/d. Red.) – den gibt es nicht.“
Kuntz’ Anwälte reagierten laut „Spiegel“ bislang nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Der HSV hat sich zu den Inhalten des „Spiegel“-Berichts bislang ebenfalls nicht geäußert.