Video:
So wird das Wetter in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag (1 Min)
Stand: 14.01.2026 21:58 Uhr
Schnee und Eis sind im Norden am Dienstag bereits großflächig geschmolzen – am Mittwoch ging das das bei Plusgraden so weiter. In der Nacht zu Donnerstag könnte es allerdings vielerorts noch einmal glatt werden.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sollen die Temperaturen in weiten Teilen des Nordens erneut in den Minusbereich rutschen – in Mecklenburg-Vorpommern örtlich auf Tiefstwerte bis zu minus 2 Grad. Dort droht dann wieder Glätte durch überfrierende Nässe. Dasselbe gilt für Hamburg, den Süden und den Südosten von Schleswig-Holstein und weite Teile Niedersachsens, wo bei minus 1 Grad gefrierende Nässe ebenfalls noch einmal für glatte Straßen sorgen kann.
Am Mittwoch lagen die Temperaturen im Norden teils deutlich im Plusbereich. Das setzt sich laut Vorhersage am Donnerstag fort. Auf Usedom ist zwar lediglich mit maximal 2 Grad zu rechnen, in Osnabrück dagegen könnte das Thermometer schon wieder auf winterlich-milde 10 Grad klettern. Insgesamt zeigt sich das Wetter im Norden wechselhaft – mit vielen Wolken, gebeitsweise neblig-trüb, gelegentlich Regen und einzelnen sonnigen Abschnitten.
Tauwetter: Gefahr durch Dachlawinen und Eiszapfen
Durch das Tauwetter bestand laut Feuerwehr zuletzt die Gefahr von Dachlawinen und herabfallenden Eiszapfen. In den vergangenen Tagen mussten Einsatzkräfte außerdem mehrfach wegen Wasser in Wohnungen und Kellern ausrücken. Auch in Hamburg konnte das Schmelzwasser oft nicht abfließen, weil Regenrinnen und Abläufe noch zugefroren oder verstopft waren. Es suchte sich andere Wege, lief in Keller, stand auf Straßen oder drang durch die Dächer in Häuser ein.
Kein Hochwasser erwartet
Der schmelzende Schnee könnte die Wasserstände in Niedersachsens Flüssen Experten zufolge steigen lassen. Auf den teils gefrorenen Böden könne das Wasser nicht so gut einsickern. Eine größere Hochwasserlage seien aber nicht zu erwarten, teilte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden (Landkreis Aurich) mit.
Volksparkstadion gesperrt: Partie HSV – Gladbach ungewiss
In Hamburg hatte das Tauwetter für eine kurzfristige Spielabsage in der Fußball-Bundesliga gesorgt. Wegen wetterbedingter statischer Risiken fiel die Partie zwischen dem HSV und Bayer 04 Leverkusen aus. „Unter dem Schnee auf der Dachmembran sammelte sich an einigen Stellen des Stadions Tauwasser, das nicht abfließen konnte und zu großen Punktlasten führte“, begründete der Verein die Entscheidung. Das Volksparkstadion als Spielstätte wurde kurzfristig gesperrt. Über eine Neuansetzung soll schnellstmöglich entschieden werden.
Ob das HSV-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Sonnabend ausgetragen werden kann, soll zeitnah entschieden werden. Das teilten die Hamburger am Mittwochabend mit. Zuvor hatten Statiker im Volksparkstadion die von Tauwasser belastete Dachmembran auf Schäden überprüft.

Blitzeis führt zu einer Massenkarambolage auf der A7 und in Hamburg sitzen mehr als 500 Fahrgäste in der S-Bahn fest.
Eisgang auf der Elbe
Auf der Elbe ist die Schiffahrt weiter wegen sogenannten Eisgangs beeinträchtigt. Die zwischen Darchau und Neu Darchau verkehrende Elbfähre „Tanja“ hatte am vergangenen Sonnabend ihren Betrieb eingestellt und soll möglicherweise Ende der Woche wieder fahren. Bei Geesthacht ist die Binnenschifffahrt eingestellt. Seit Montagmorgen sind dort Eisbrecher-Schiffe im Einsatz.

Um den Eisfahrplan der Reederei Hiddensee aufrechtzuerhalten, ist zwischen Vitte und Schaprode ein Eisbrecher unterwegs.
In Mecklenburg-Vorpommern ist das Stettiner Haff vollständig mit Eis bedeckt, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am vergangenen Montag meldete. Im Greifswalder Bodden nahm das Mehrzweckschiff „Grömitz“ als Eisbrecher seine Arbeit auf. Und auch zwischen Rügen und Hiddensee war der Einsatz von Eisbrechern nötig, um den „Eisfahrplan“ aufrechtzuerhalten.

Stürmisch, eisig – aber zwischendurch auch malerisch schön. Die besten Bilder vom Wintersturm über Norddeutschland.

Auf der Hamburger Lombardsbrücke ist am Dienstagvormittag eine Leiche gefunden worden. Medienberichten zufolge lag der Tote in einem schneebedeckten Zelt.

Selbst für erprobte Fahrer ist das aktuelle Winterwetter eine Herausforderung. Für den 19-jährigen Paul ist es umso lehrreicher.

Laut Polizei war ein Auto am Montagabend gegen einen anderen Wagen geschleudert. Beide Fahrer wurden verletzt.

Ein Eisbader verunglückt tödlich; ein Kind wird bei -11 Grad im Auto geboren und Treibeis auf der Elbe gefährdet Verkehr.

Die Feuerwehr Norderstedt wagt sich mit Spezialanzügen auf gefrorene Wasserflächen, um zu zeigen, wie schnell das Eis bricht.