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Wäre ein Raub wie in Gelsenkirchen auch bei der Sparkasse Landsberg-Dießen möglich? Eine Tiefgarage wie in Gelsenkirchen wäre mit der Schlossberggarage ja vorhanden. © Schorer
Der spektakuläre Einbruch bei der Sparkasse in Gelsenkirchen lässt aufhorchen. Denn wie sieht es bei der Sparkasse-Landsberg-Dießen mit der Sicherheit der Schließfächer aus?
Landsberg – Über Tiefgarage und Archivraum direkt zum Vermögen: Über mehrere Tage hatten Einbrecher bei der Sparkasse in Gelsenkirchen ein Loch in den Tresorraum gebohrt und rund 3.200 Schließfächer ausgeräumt. Der spektakuläre Einbruch lässt aufhorchen: Wäre so etwas auch bei der Sparkasse in Landsberg möglich? Die benachbarte Tiefgarage wäre zumindest vorhanden.
Schließfächer sicher – Sparkasse Landsberg-Dießen ist überzeugt: „Bei uns wäre so etwas nicht möglich.“
„Wir haben das nach dem Vorfall in Gelsenkirchen nochmals genau geprüft“, beruhigt Dominic Riedelbauch, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Landsberg-Dießen. „Bei uns wäre so ein Vorgang nicht möglich. Die Schlossberggarage grenzt definitiv nicht an unsere Räume an.“ Zudem gebe es keinen Raum wie den Archivraum in Gelsenkirchen, der mehrere Tage unbeaufsichtigt sei. „Die Einbrecher müssten oberirdisch von außen einbrechen.“
Zudem seien die rund 2.200 Schließfächer der Sparkasse an den 13 Standorten im Landkreis gut gesichert. „Wir haben technisch viel investiert, schon vor zehn Jahren, und das auch immer nachgerüstet.“ Es gebe Bewegungs- und Körperschallmelder, die einmal jährlich überprüft würden, sagt Riedelbach. Vor allem die Schallmelder, die akustische Ereignisse erfassen und auswerten, böten hohe Sicherheit.
Riedelbauch ist selbst überrascht, dass nach dem Einbruch bei der Sparkasse Landsberg-Dießen nicht die Telefone heiß liefen: „Eigentlich dachten wir auch, dass viele der Schließfachbesitzer sich bei uns melden und nachhaken.“ Lediglich rund 25 Anrufe seien eingegangen. „Die Anrufer haben aber meistens nur wegen der Versicherungssummen der Schließfächer nachgehakt.“ Und für die hatte das Kreditinstitut erst im Mai 2025 die Schließfachinhaber kontaktiert und gebeten, die Summen je nach Inhalt und möglicher Wertsteigerung – zum Beispiel bei Gold – anzupassen. In Gelsenkirchen seien die Versicherungssummen wohl nicht angepasst gewesen, sagt Riedelbauch. Dennoch empfiehlt er, für den Versicherungsfall eine Wertgegenstandsliste des Schließfachinhalts aufzustellen, mit Rechnungen, Fotos und Schätzungen.
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