Microsoft stellt ab sofort keine neuen Drittanbieter-Druckertreiber mehr über Windows Update bereit. Das neue System setzt auf universelle Treiber und Apps für mehr Sicherheit und Stabilität.

Microsoft hat die Ära der Drittanbieter-Druckertreiber beendet – ab sofort gibt es keine neuen Treiber mehr über Windows Update. Diese historische Wende vollzieht sich am heutigen 15. Januar 2026 und markiert den Höhepunkt einer mehrjährigen Strategie zur Modernisierung der Windows-Druckarchitektur. Ziel ist ein sichereres und stabileres System.

Der Schritt bedeutet das Aus für die traditionellen v3- und v4-Treibermodelle. Hersteller können zwar weiterhin Updates für bereits veröffentlichte Treiber bereitstellen, aber keine neuen Treiber mehr für frische Produkte über Windows Update zertifizieren lassen. Diese Änderung wurde bereits im September 2023 angekündigt und zielt vor allem auf mehr Sicherheit ab. Drittanbieter-Treiber gelten als potenzielle Einfallstore für Schadsoftware, da sie oft mit hohen Systemrechten arbeiten.

Das neue Modell: Universaltreiber und Apps

Die Zukunft des Druckens unter Windows 11 basiert auf einem zweigleisigen System. Die Grundlage bildet der universelle Microsoft IPP Class Driver. Dieser mitgelieferte Treiber unterstützt alle modernen, Mopria-zertifizierten Drucker. Mopria ist ein Industriestandard für Drucken und Scannen. Für die meisten Nutzer bedeutet das ein einfaches Plug-and-Play-Erlebnis.

Anzeige

Viele Windows‑Nutzer unterschätzen, wie sehr Architekturwechsel wie die Umstellung auf den Microsoft IPP Class Driver und die Verlagerung spezieller Funktionen in Store‑Apps den Umstieg auf Windows 11 beeinflussen können. Wer sicherstellen möchte, dass Programme, Treiber‑Ersatz und Nutzerdaten beim Wechsel erhalten bleiben, sollte den Prozess planen. Der kostenlose Gratis‑Report „Windows 11 Komplettpaket“ erklärt Schritt für Schritt Installation, Daten‑ und Programmübernahme sowie wichtige Sicherungseinstellungen – sowohl für Privatanwender als auch für IT‑Verantwortliche. Jetzt kostenlosen Windows‑11‑Report sichern

Spezielle Druckerfunktionen wie Duplexdruck, Heftung oder die Verwaltung von Tonerständen übernehmen künftig Print Support Apps (PSAs). Diese modernen UWP-Apps werden ausschließlich über den Microsoft Store vertrieben. Große Hersteller wie Xerox und Lexmark haben bereits entsprechende Apps entwickelt. Dieser Ansatz vereinfacht die Entwicklung für die Hersteller und erhöht die Sicherheit, da der App-Code in einer kontrollierteren Umgebung läuft.

Folgen für Nutzer und Unternehmen

Für Privatanwender mit neuen Druckern soll der Übergang weitgehend unsichtbar und vorteilhaft sein: schnellere Einrichtung und weniger Probleme. Bestehende Drucker funktionieren weiter, und manuelle Treiberinstallationen von Hersteller-Websites sind nach wie vor möglich.

Für Unternehmen und Nutzer älterer oder hochspezialisierter Drucker wird die Umstellung jedoch zur Herausforderung. IT-Administratoren müssen sich auf das neue Modell einstellen. Organisationen, die auf alte Multifunktionsgeräte ohne Mopria-Unterstützung angewiesen sind, sollten langfristig über Hardware-Erneuerungen nachdenken, um die volle Kompatibilität mit Windows zu gewährleisten. Bereits veröffentlichte Treiber bleiben bis 2027 verfügbar und können Updates erhalten.

Der Fahrplan bis 2027

Der heutige Stichtag ist nur ein Meilenstein auf dem Weg zu einem vollständig modernen Drucksystem. Der nächste wichtige Termin ist der 1. Juli 2026. Ab dann wird Windows den Microsoft IPP Class Driver standardmäßig bevorzugen.

Die Transition gipfelt 2027: Dann blockiert Microsoft alle Treiber-Updates von Drittanbietern über Windows Update – außer bei kritischen Sicherheitsupdates. Bis dahin soll die gesamte Ökosystem weitgehend auf das neue Modell umgestellt sein. Dies ebnet den Weg für den Windows Protected Print Mode (WPP), ein Feature aus Windows 11 24H2. Dieser Modus nutzt ausschließlich die moderne IPP-Architektur und blockiert Legacy-Treiber komplett – der letzte Schritt zu einer sicheren Druckinfrastruktur.

Anzeige

PS: Übrigens — beim Umstieg drohen oft unerwartete Stolperfallen, besonders bei Druckern und in der Unternehmens‑IT. Dieser Gratis‑Report fasst die drei wichtigsten Fehler zusammen, die Sie vermeiden sollten, und liefert praktische Checklisten für eine sichere Migration von Geräten, Treibern und Einstellungen. Ideal für alle, die Kompatibilität und Sicherheit beim Wechsel priorisieren. Windows‑11‑Komplettpaket gratis anfordern