Es ging um Betrug

Urteil um Italo-Influencerin Chiara Ferragni ist gefallen

von dpa

14.01.2026, 18:12 Uhr

14. Januar 2026 um 18:12 Uhr

Unternehmerin Chiara Ferragni hatte Werbung für Benefiz-Verkäufe gemacht. Ein Großteil der Einnahmen landete jedoch in der eigenen Tasche und nicht wie versprochen bei krebskranken Kindern.

Italiens bekannteste Influencerin Chiara Ferragni (38) ist vom Vorwurf des schweren Betrugs in Zusammenhang mit zwei Benefiz-Aktionen freigesprochen worden. Nach vier Monaten Prozess kam ein Gericht in Mailand zu dem Urteil, dass die 38-Jährige strafrechtlich nicht mehr belangt werden kann. Die Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr und acht Monate Haft verlangt. Der Fall sorgte auch über Italien hinaus für Schlagzeilen.

ANZEIGEErlöse sollten größtenteils an Kinderkrebs-Station gehen

Die Internet-Unternehmerin hatte 2022 Werbung für einen Kuchen gemacht. Damals ließ sie ihre annähernd 30 Millionen Follower glauben, dass der Erlös eines von ihr angepriesenen Kuchens namens „Pink Christmas“ (Preis: neun Euro) zu größeren Teilen an eine Kinderkrebs-Station gehen. In Wahrheit bekam das Krankenhaus in Turin trotz mehr als 360.000 verkaufter Kuchen keinen einzigen Cent. Bei Kampagnen für Ostereier soll sie nach ähnlichem Muster verfahren sein. 

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Das Verfahren um Chiara Ferragni sorgte für einen gehörigen Medienrummel. Das Verfahren um Chiara Ferragni sorgte für einen gehörigen Medienrummel. Antonio Calanni/AP/dpa Chiara Ferragni muss Millionen-Bußgeld zahlen 

Italiens Wettbewerbsbehörde verhängte daraufhin gegen Ferragni ein Bußgeld von einer Million Euro wegen unlauteren Wettbewerbs, was sie schließlich auch akzeptierte. Zudem überwies sie zwei Millionen Euro an eine gemeinnützige Organisation. Sie entschuldigte sich und sprach von einem „Kommunikationsfehler“. Das Gericht urteilte nun, dass es sich zwar um Betrug gehandelt habe, jedoch ohne erschwerende Umstände. 

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Sichtlich erleichtert verlässt Chiara Ferragni den Gerichtssaal. Sichtlich erleichtert verlässt Chiara Ferragni den Gerichtssaal. (Photo by Piero CRUCIATTI / AFP via Getty Images) So äußerte sich die Mega-Influencerin nach dem Urteil

Ferragni hatte wegen des Skandals mehrere Werbeverträge verloren. Zudem kündigten ihr Hunderttausende Follower die Gefolgschaft auf. Das Urteil quittierte sie nun mit den Worten: „Ein Alptraum ist vorbei. Ich bin sehr glücklich, mein Leben zurückzubekommen.“ Ferragni war bis Juli vergangenen Jahres mit dem Italo-Rapper Fedez (36) verheiratet. Das Paar hatte kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe seine Trennung bekanntgegeben. Die beiden haben zwei gemeinsame Kinder.

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