Die Bundeswehr entsendet heute 13 Soldaten nach Grönland. Die Aufklärungstruppe führt gemeinsam mit europäischen Partnern eine militärische Erkundung durch, um den Arktis-Schutz zu stärken und Dänemark zu unterstützen. Der Einsatz dauert bis Samstag.
Bereits über Nacht landeten erste europäische Spezial- und Aufklärungssoldaten auf der dänischen Insel – sieben Stunden nachdem Krisengespräche in Washington zum Grönland-Streit ohne Ergebnis endeten.
Die deutschen Soldaten treffen in Nuuk auf Grönland ein. Sie gehören zu einer größeren europäischen Operation, bei der mehrere europäische Staaten Truppen stationieren. Das Verteidigungsministerium in Berlin bestätigte die Beteiligung der Bundeswehr.
Erste Truppen gelandet
Dänische und französische Soldaten landeten in der Nacht auf dem zivilen Flughafen von Nuuk und der dänischen Basis Kangerlussuaq. Dänische Hercules-Militärflugzeuge brachten die Offiziere und Soldaten. Auch die Niederlande, Kanada und Schweden beteiligen sich mit Truppen an der Operation.
Die Koordination läuft über Kopenhagen – ohne Beteiligung der USA. Das unterstreicht die Spannungen zwischen Dänemark und den Vereinigten Staaten. Die Fronten im Grönland-Streit verhärteten sich nach den gescheiterten Krisengesprächen. Die Parteien sehen keine Einigung.