Info von „wichtigen Quellen“ Trump verkündet ein Ende der Tötungen im Iran

14.01.2026, 23:02 Uhr

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WASHINGTON-DC-UNITED-STATES-JANUARY-13-United-States-President-Donald-Trump-speaks-to-the-press-before-his-departure-the-White-House-en-route-Detroit-Michigan-on-January-13-2026-in-Washington-DC-United-StatesUS-Präsidetn Trump hat die autoritäre Führung im Iran zuletzt immer wieder vor einer brutalen Niederschlagung der Proteste gewarnt. (Foto: picture alliance / Anadolu)TeilenFolgen auf:whatsappwhatsapp

Wochenlang protestiert die iranische Bevölkerung gegen das Mullah-Regime. Dieses geht brutal gegen die Demonstranten vor, Aktivisten melden Tausende Tote. US-Präsident Trump droht der iranischen Führung mit Konsequenzen – nun soll es einen ersten Erfolg geben.

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben die Information erhalten, dass es im Iran keine Pläne für Hinrichtungen gibt. „Uns wurde gesagt, dass die Tötungen im Iran aufhören“, sagte der Republikaner im Weißen Haus. „Sie hören auf, und es gibt keinen Plan für Hinrichtungen oder eine Hinrichtung.“ Auf Nachfrage führte er aus, dass er die Informationen „von sehr wichtigen Quellen auf der anderen Seite“ erhalten habe. Konkreter wurde er dabei nicht. Er hoffe, dass es stimme, betonte Trump.

Trump hatte die Staatsführung in Teheran davor gewarnt, Teilnehmer der jüngsten Massenproteste hinrichten zu lassen. „Wir werden sehr hart reagieren“, sagte er dem TV-Sender CBS News in Detroit. Wie genau eine Reaktion seines Landes aussehen könnte, ließ Trump offen. Er hatte die autoritäre Führung im Iran zuletzt immer wieder vor einer brutalen Niederschlagung der Proteste gewarnt. Dabei schloss er auch ein militärisches Eingreifen nicht aus. Den protestierenden Menschen hatte er zuvor Unterstützung zugesichert. „Hilfe ist unterwegs“ schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social, ohne weitere Angaben zu machen.

Der Sicherheitsapparat des Irans reagierte auf die seit Ende Dezember laufenden Proteste mit äußerster Gewalt. Seit Ausbruch der Proteste sind Aktivisten zufolge mindestens 3428 Demonstranten getötet worden. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo wies zugleich darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Toten noch deutlich höher liegen könnte.

Die USA forderten ihre Staatsbürger auf, den Iran sofort zu verlassen und auf dem Landweg in Richtung Türkei oder Armenien auszureisen. Falls dies nicht möglich sei, sollten US-Bürger sich an einen sicheren Ort zurückziehen, hieß es in einer Mitteilung der virtuellen US-Botschaft im Iran. Die US-Botschaft in Saudi-Arabien rief derweil ihre Mitarbeiter zu erhöhter Vorsicht auf. „Wegen der derzeitigen regionalen Spannungen“ solle das Botschaftspersonal besonders vorsichtig sein und Besuche von Militäreinrichtungen in der Region möglichst vermeiden, erklärte die Botschaft in Riad. Das Gleiche gelte für US-Bürger, die sich in Saudi-Arabien aufhalten.

Vergeltungsangriff zu befürchten

Aus Diplomatenkreisen hieß es, ein Teil der Mitarbeiter des US-Luftwaffenstützpunkts in Katar erhielten Anweisungen, diesen bis zum Abend zu verlassen, da im Fall eines militärischen Eingreifens der USA Vergeltungsangriffe des Iran zu befürchten seien. Der Golfstaat bestätigte, dass ein Teil des Personals wegen „regionaler Spannungen“ den Stützpunkt verlasse. Die Basis Al-Udeid in Katar ist der größte US-Militärstützpunkt im Nahen Osten. Dort sind Teile des regionalen US-Militärkommandos Centcom sowie Spezialeinheiten stationiert.

Saudi-Arabien versicherte der Führung in Teheran unterdessen, es werde weder die Nutzung seines Luftraums noch seines Territoriums für Angriffe auf den Iran zulassen. Das betonte eine der Regierung nahestehende Quelle. Das Auswärtige Amt verwies in seinen Reisehinweisen für Katar und Saudi-Arabien auf eine „äußerst volatile Sicherheitslage in der gesamten Region“. So könne es jederzeit etwa zu einer Einschränkung des Flugverkehrs kommen.

Die iranischen Behörden betonten unterdessen, dass sie die Proteste unter Kontrolle gebracht hätten. Iranische Staatsmedien meldeten, dass dutzende Sicherheitskräfte von „Unruhestiftern“ getötet worden seien. Tausende Menschen versammelten sich in Teheran zu einer Trauerfeier für getötete Sicherheitskräfte. Das iranische Staatsfernsehen übertrug Bilder von der Zeremonie, bei der Fahnen der Islamischen Republik geschwenkt und Bilder von Chamenei gezeigt wurden. Die Kundgebung fand demnach für mehr als 100 getötete Sicherheitskräfte sowie andere „Märtyrer“ statt.

Quelle: ntv.de, Stuart Williams, AFP