Mit Plan A überraschte Schalke alle!
Trainer Miron Muslic (43) und sein Team haben sich die Herbstmeisterschaft primär erkämpft: viel Pressing, wenig Ballbesitz. Aber in den letzten Spielen vor der Winterpause zeigte sich, dass die Gegner sich auf diese eindimensionale Taktik immer besser einstellen und den Spitzenreiter mit seinen eigenen Waffen schlagen wollen. Deshalb braucht Schalke für die Rückrunde einen Plan B, was inzwischen auch intern erkannt wurde …
Fighter-Fußball entschlüsselt: Muslic schraubt an Schalke 2.0!
Bei der Blamage in Braunschweig (1:2) ließ die Eintracht (41 Prozent Ballbesitz) die Königsblauen (59 Prozent) das Spiel machen – und prompt stolperte die Muslic-Mannschaft an ihre Grenzen. Als Konsequenz daraus versuchte sich die Truppe im Testspiel gegen Drittligist Osnabrück (2:0) an kreativeren Kombinationen, doch der Erfolg war überschaubar.
Mittelfeld-Mann Ron Schallenberg (43): „Wir möchten einen flacheren Spielaufbau haben. Für das erste Mal war das schon in Ordnung, wir haben aber noch Verbesserungsbedarf, spielten den Ball etwas zu häufig hintenrum. Wir wollen wieder schneller nach vorne spielen und kommen – das ist unsere Stärke.“ Im Klartext: Nach Balleroberung den Umschalt-Turbo einzuschalten, beherrscht Schalke. Bei Ballbesitz Tempo-Attacken zu starten, bislang nicht.

Nikola Katic (29) gibt immer 100 Prozent
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Abwehr-Anführer Nikola Katic (29) glaubt, dass die Mannschaft diese Herausforderung meistert: „Wir haben nicht nur ein System, das wir spielen können – wir haben auch andere Sachen einstudiert. Doch dabei müssen wir vieles verbessern.“ Im Idealfall bereits im Start-Kracher bei Hertha (Sa., 20.30 Uhr/RTL und Sky). Nach der Pleite im Hinspiel (1:2) dürften die Berliner nicht mehr so blind ins Schalke-Messer stürmen.
Muslic sollte Aufstiegs-Plan B sofort auf den Platz bringen!