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Im Nürnberger Zoo sind Löwenbabys geboren. Doch Besucher müssen warten. Die kleinen Raubkatzen bleiben vorerst hinter verschlossenen Türen.

Nürnberg – Seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag gibt es im Nürnberger Zoo erfreuliche Neuigkeiten im Raubtierhaus. Doch warum bleiben die kleinen Raubkatzen vorerst unsichtbar für die Besucher?

Tiergarten Nürnberg verkündet Geburt von Löwenbabys

Der Nürnberger Tierpark verkündet stolz die Geburt von Löwenbabys: Die Asiatische Löwin Aarany brachte am zweiten Weihnachtsfeiertag sechs Jungtiere zur Welt. Leider verstarb eines der Jungen kurz nach der Geburt. Die Mutter kümmert sich jedoch um die verbleibenden fünf „sehr intensiv und fürsorglich“.

Löwen-Babys im Nürnberger Tiergarten Die Löwin Aarany liegt mit ihren Jungtieren Indica und Jadoo 2023 im Nürnberger Tiergarten im Gehege (Archivbild). © Daniel Karmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Besucher müssen sich noch gedulden, um die Jungtiere zu sehen. Der Tierpark erklärt, dass die Löwenbabys „frühestens in mehreren Wochen zu sehen sein“ werden. In der Zeit nach der Geburt sind Löwen, wie andere Raubtiere auch, „sehr störanfällig“. Daher bleibt das Raubtierhaus vorerst geschlossen.

Nicht nur die Besucher sollen Abstand halten, auch die Tierpfleger werden sich vorerst zurückhalten. „Kontakt mit den Pflegerinnen und Pflegern könnte sie irritieren“, erläuterte Zootierarzt Hermann Will. „Wir behalten sie aber über eine Kamera im Blick.“

Löwen Kiron und Aarany haben Nachwuchs bekommen – „Ruhiger und entspannter“

Die Löwenmutter ist jedoch nicht allein: Der Löwenkater Kiron ist bei ihr. „Bereits während der letzten Aufzucht vor zwei Jahren haben wir festgestellt, dass Aarany in Kirons Anwesenheit ruhiger und entspannter ist, und uns deshalb bewusst entschieden, die beiden zusammenzulassen“, erklärte Zootierarzt Will. Kiron war auch bei der Geburt anwesend.

Im Sommer hatte Aarany ebenfalls Nachwuchs, der jedoch nicht überlebte. „Es ist davon auszugehen, dass ein Elternteil, vermutlich Aarany, den Nachwuchs aufgefressen hat“, berichtete der Tiergarten im August.

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Dass Löwen ihre Jungtiere auffressen, wird häufiger beobachtet. Im Leipziger Zoo hatte 2019 eine Löwin ihren Nachwuchs gefressen. Ein Grund kann die Unerfahrenheit der Mutter in der Aufzucht von Jungen sein. Zwar hatte Aarany bereits 2023 erfolgreich Nachwuchs aufgezogen. Allerdings habe sie auch hier drei von vier Welpen aufgefressen, „was mit großer Wahrscheinlichkeit auf ihre Unerfahrenheit zurückzuführen war“, teilte der Tiergarten mit.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass die Mutter die Überlebenschancen der Jungen als zu gering einschätzt, möglicherweise basierend auf Geruchsempfindungen. 2008 sorgte im Nürnberger Tiergarten eine Eisbärin für Aufsehen, die ihren Nachwuchs gefressen hatte. (Quelle: dpa) (kam)