Im Krankenhaus Holweide der Kliniken der Stadt Köln sind im vergangenen Jahr 1.894 Kinder bei 1.820 Geburten zur Welt gekommen. Dazu zählten einmal Drillinge und 72 Zwillinge. Das teilten die städtischen Kliniken jetzt mit. Im Vergleich zum Vorjahr haben demnach 244 Geburten mehr stattgefunden.
„Wir können den werdenden Eltern mit dem ‚Level I‘-Perinatalzentrum – Kreißsaal Tür an Tür mit der Kinderklinik – maximale Sicherheit bei gleichzeitig maximaler Fürsorge anbieten“, betonte Axel Goßmann, Geschäftsführer der Kliniken Köln. In Holweide gibt es neben der Geburtsklinik in unmittelbarer räumlicher Nähe auch eine kleine Säuglings-Intensivstation. Sind die Betten dort belegt oder ist ein Fall besonders komplex, werden die Babys allerdings auf die andere Rheinseite in die Kinderklinik Amsterdamer Straße verlegt.
Am „Gesundheitscampus Merheim“ bekommen Geburts- und Kinderklinik der Kliniken der Stadt Köln einen gemeinsamen Standort
Das wird sich erst nach Abschluss des Großprojekts „Gesundheitscampus Merheim“ ändern, das eine Zusammenlegung der drei Standorte Holweide, Amsterdamer Straße und Merheim auf dem Gelände in Merheim vorsieht. Die Arbeiten für den Neubau in Merheim sollen noch in diesem Jahr beginnen. Wann die Umzüge der Abteilungen in Holweide und an der Amsterdamer Straße erfolgen können, kann bisher noch niemand voraussagen.
Einen Grund für die Beliebtheit der Geburtsklinik in Holweide sieht Goßmann auch darin, dass das dortige Perinatalzentrum Level I das einzige in Köln mit einem Hebammenkreißsaal sei. Level-1-Perinatalzentren sind Einrichtungen zur Versorgung von Schwangeren, Früh- und Neugeborenen mit besonderen Anforderungen an ein speziell geschultes Personal und eine Neugeborenen-Intensivstation. In einem Hebammenkreißsaal können Frauen bei der Geburt ausschließlich von Hebammen betreut werden, Ärzte werden nur bei Komplikationen hinzugezogen.
„Den Hebammenkreißsaal haben wir 2025 eingerichtet, er wird sehr gut von den werdenden Eltern angenommen“, sagt Heidi Schweizer, Leitende Hebamme der Geburtshilfe im Krankenhaus Holweide. Ein weiteres Angebot komme in diesem Jahr hinzu, sagt Michael Mallmann, Chefarzt der Frauenklinik und der Geburtshilfe: ein Beckenboden-Screeningprogramm. Es werde durch die Krankenkassen finanziert und umfasse eine spezialisierte Untersuchung auf Beckenbodenprobleme vor und nach der Schwangerschaft. Betroffene können dann mit eigener Physiotherapie, Trainingsprogrammen und 3D-Ultraschallmessung des Beckenbodens behandelt und Problemen mit dem Beckenboden kann vorgebeugt werden. Außerdem erfasse man Risikofaktoren einer postpartalen Depression und biete betroffenen Müttern die Hilfe einer eigenen Psychologin an.
