Chiara Ferragni: Freispruch in Mailand (14.01.2026)

Stand: 14.01.2026 18:31 Uhr

Die italienische Influencerin Chiara Ferragni ist im sogenannten Pandoro-Gate freigesprochen worden: Sie hatte Werbung für Benefiz-Verkäufe gemacht – doch ein Großteil der Einnahmen landete bei ihr. Eine Anklage folgte.

Mode, Lifestyle, Werbeverträge: Chiara Ferragni ist jahrelang mega-erfolgreich, eine der meistgeklickten und bestbezahlten Influencerinnen der Welt. Bis 2022: Da bewirbt die heute 38-Jährige einen italienischen Kuchen namens „Pink Christmas“ (Preis: neun Euro).

Kein Cent für das Krankenhaus

Ein großer Teil der Einnahmen soll an eine Kinderkrebs-Station gespendet werden, ließ sie ihre annähernd 30 Millionen Follower glauben. Die Wahrheit sah anders aus: Das Krankenhaus in Turin bekam trotz mehr als 360.000 verkaufter Kuchen keinen einzigen Cent.

Ähnliches soll auch bei einer Schokoladeneier-Aktion passiert sein. Sponsoren sprangen ab – und Ferragni entschuldigte sich, zahlte das verhängte Bußgeld von einer Million Euro wegen unlauteren Wettbewerbs. Zudem überwies sie zwei Millionen Euro an eine gemeinnützige Organisation.

Angeklagt wegen schweren Betrugs

Die Mailänder Staatsanwaltschaft klagte sie trotzdem wegen schweren Betrugs an und forderte eine Haftstrafe von 20 Monaten.

Seit September 2025 wurde in Mailand gegen Chiara Ferragni verhandelt. Heute der Freispruch: Das Gericht urteilte nun, dass es sich zwar um Betrug gehandelt habe, jedoch ohne erschwerende Umstände.

Chiara Ferragni und Ehemann Fedez 2019 in Venedig: Ein echtes Glamour-Paar. Inzwischen sind die beiden getrennt.

„Ein Alptraum ist vorbei“

Ferragni hatte wegen des Skandals mehrere Werbeverträge und zahlreiche Follower verloren (28 Millionen folgen ihr allerdings auch jetzt noch auf Instagram).

Das Urteil quittierte sie mit den Worten: „Ein Alptraum ist vorbei. Ich bin sehr glücklich, mein Leben zurückzubekommen.“

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