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Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Die Auswirkungen des Energiekriegs entzweien Selenskyj und Klitschko. Trump spricht über Ende des Konflikts.

Kiew/Moskau – Inmitten des Ukraine-Kriegs sorgen die jüngsten Angriffe Russlands für erhebliche Probleme im Energiesektor. Im gesamten Land kommt es immer wieder zu Stromausfällen und Engpässen bei der Versorgung mit Heizenergie. Knapp eine Woche nach verheerenden Angriffen auf Kiew waren zuletzt einige Hundert Haushalte weiterhin ohne Heizung. Angesichts der Wetterlage hatte sich zuletzt die ukrainische Führung in die andauernde Notlage der Hauptstadt eingeschaltet.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte das bisherige Krisenmanagement der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Vitali Klitschko. Für den gesamten Energiesektor der Ukraine werde wegen der jüngsten Angriffe im Ukraine-Krieg der Notstand ausgerufen, teilte Selenskyj nach einer Krisensitzung mit. Klitschko reagierte mit deutlichen Worten auf die Anschuldigungen.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Energiekrieg eskaliert

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte als Reaktion auf die Anschuldigungen von Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass er als Bürgermeister und alle städtischen Dienste alles tun, um die lebenswichtigen Dienste der Stadt nach den aktuellen Angriffen im Ukraine-Krieg aufrechtzuerhalten. „Welche ‚Intensität‘ der Arbeit in Kiew angesichts der Notlage sieht der Präsident nicht, insbesondere in den letzten Tagen, wie er selbst sagte?“, schrieb Klitschko auf Telegram.

Russland Ukraine Militäroperation Artillerieeinheit 9063100 02.12.2025 Russische Soldaten der Streitkräftegruppe „Zentr“ (Zentrum) feuern einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ BM-21 Grad auf ukrainische Stellungen im Abschnitt Krasnoarmeysk (Pokrowsk) der Frontlinie im Rahmen der russischen Militäroperation in der Ukraine, Volksrepublik Donezk, Russland. Stanislav Krasilnikov Sputnik Volksrepublik Donezk Russland Copyright: xStanislavxKrasilnikovxRussische Soldaten im Frontabschnitt Pokrowsk. (Archivbild) © IMAGO/Stanislav Krasilnikov

Zugleich teilte er in Richtung Selenskyj aus und fügte hinzu, dass er dem Präsidenten öffentlich antworte, da „wir uns, Herr Präsident, in den vergangenen vier Jahren leider nie persönlich getroffen haben…“. In seiner abendlichen Ansprache hatte Selenskyj erklärt: „Wir sehen, dass viel gemacht worden ist, – insbesondere in Charkiw, wo sich die lokalen Behörden vorbereitet haben. Kiew hat leider deutlich weniger getan.“ In Kiew und anderen Städten müssten noch mehr Aufwärmpunkte eingerichtet werden, sagte Selenskyj.

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Der neue Energieminister Denys Schmyhal lobte ebenfalls Charkiw und kritisierte die Hauptstadt. Kiew habe sich „überhaupt nicht vorbereitet. Deshalb muss man jetzt zu Notfallmaßnahmen greifen“, sagte Schmyhal im Parlament. Das Eingreifen der Regierung in Kiew und damit in Klitschkos Zuständigkeit bedeutet aber auch, dass ein alter politischer Konflikt wieder aufbricht. Selenskyj und Klitschko waren bei der Präsidentenwahl 2019 Konkurrenten. Trotz des Burgfriedens, der wegen des Krieges innenpolitisch in der Ukraine herrscht, gibt es immer wieder Sticheleien zwischen den beiden.

Mit Blick auf die aktuellen Angriffe im Ukraine-Krieg sagte Menschenrechtskommissar Michael O‘Flaherty: „Ich bin alarmiert über das weit verbreitete menschliche Leid, das durch die Zerstörung der Energieinfrastruktur in der Ukraine verursacht wird.“ Die humanitären Folgen der andauernden Stromausfälle seien gravierend. 

Ringen um Ende des Ukraine-Kriegs Trump reagiert

Während die aktuellen Angriffe im Ukraine-Krieg weitergehen, hat sich US-Präsident Donald Trump zum gegenwärtigen Ringen um ein Ende des Konflikts geäußert. Gegenüber Reuters erklärte er, dass nicht der russische Präsident Wladimir Putin, sondern der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein mögliches Friedensabkommen verzögert. „Ich glaube, er [Putin] ist bereit, ein Abkommen zu schließen. Ich glaube, die Ukraine ist weniger bereit, ein Abkommen zu schließe“, sagte Trump demnach.

Auf die Frage von Journalisten, warum die von den USA geführten Gespräche bisher nicht zur Lösung des größten Konflikts in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg geführt haben, antwortete Trump: „Selenskyj.“ Ferner sagte er über eine mögliche Reise seines Sondergesandten nach Moskau, ihm sei kein Treffen zwischen Steve Witkoff und Jared Kushner und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bekannt. Zuvor hatte Bloomberg berichtet, dass die beiden US-Vertreter zeitnah eine Reise nach Moskau planen würden.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter

Russland hat derweil im Verlauf des vergangenen Tages 1150 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine berichtet, steigen Putins Verluste im Ukraine-Krieg damit auf etwa 1.223.090 Soldaten an. Seit Beginn der jüngsten Kämpfe am 24. Februar 2022 hat Russland zudem 11.557 Panzer, 23.904 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 36.182 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)