Wenn es auf Fernreise geht, wird der Reisepass eingepackt, und dann steht dem Abenteuer nichts mehr im Weg. Denkst du in dem Moment daran, wie wertvoll dieses kleine Heftchen eigentlich ist? Zumindest, wenn man im entsprechenden Land wohnt. Denn nicht überall können Menschen so frei mit ihren Pässen reisen.

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Die Kanzlei Henley & Partners rankt in ihrem „Henley Passport Index“ die Reisepässe dieser Welt. Das globale Ranking beruht auf Daten der International Air Transport Authority (IATA) und wird mehrmals im Jahr aktualisiert. Für 2026 hat Henley & Partners das aktuelle Ranking veröffentlicht.

Deutschland verliert an Boden – asiatische Länder überzeugen

Der Index umfasst 199 Reisepässe und 227 Destinationen. Singapur behält seinen Spitzenplatz von 2025 auch 2026 bei und steht ganz allein auf Platz eins – 192 Länder können mit dem Reisepass visafrei besucht werden.

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Deutschland landet zwar noch auf dem vierten Platz, hat aber im Gegensatz zum vergangenen Jahr eingebüßt: Waren es 2025 noch 188 Länder, die mit dem deutschen Reisepass visafrei besucht werden konnten, sind es mittlerweile nur noch 185.

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Das sind weniger als zum Beispiel Dänemark, Luxemburg, die Schweiz, Schweden und Spanien, die mit 186 Ländern auf Platz drei landen.

Japan und Südkorea komplementieren das asiatische Spitzentrio und stehen auf einem geteilten zweiten Platz (188 Länder).

Zwischen 2014 und 2017 stand Deutschland übrigens auf dem ersten Platz, in den folgenden Jahren wechselte die Platzierung zwischen dem zweiten und dritten Platz, mit der Ausnahme der erneuten Spitzenplatzierung 2024.

USA verbessern sich im Ranking

Für die USA ging es in den letzten Jahren im Ranking immer weiter nach unten. 2025 reichte es nicht mal mehr für die Top Ten, dies war das erste Mal in der 20-jährigen Geschichte des „Henley Passport Index“, informierten damals die Verantwortlichen.

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Doch das hat sich 2026 wieder geändert: Mit 179 visafreien Ländern haben sich die Vereinigten Staaten zurück auf Platz zehn gekämpft. Im Jahr 2014 standen die USA übrigens noch an der Spitze des Rankings.

Frau zeigt Reisepass der Vereinigten Staaten von Amerika

Ähnlich geht es Großbritannien. Auch dieses Land hat sich nach seinem bisher schlechtesten Platz im Jahr 2025 (Platz 8) nun wieder verbessert und nimmt die siebte Stelle ein. Die Vereinigten Arabischen Emirate klettern wie in den vergangenen Jahren immer weiter nach oben, von Platz acht im Jahr 2025 auf nun Platz fünf im Jahr 2026.

Die Top 10 der mächtigsten Reisepässe

Die komplette Übersicht zu den Platzierungen findest du hier. Die Top 10 inklusive der Zahl der Länder, die visumfrei besucht werden können, sehen wie folgt aus:

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  1. Singapur (192)
  2. Südkorea, Japan (188)
  3. Dänemark, Luxemburg, Spanien, Schweiz, Schweden (186)
  4. Deutschland, Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Italien, Irland, Niederlande, Griechenland, Norwegen (185)
  5. Ungarn, Portugal, Slowakei, Slowenien, Vereinigte Arabische Emirate (184)
  6. Kroatien, Tschechien, Estland, Malta, Neuseeland, Polen (183)
  7. Australien, Lettland, Liechtenstein, Großbritannien (182)
  8. Kanada, Island, Litauen (181)
  9. Malaysia (180)
  10. USA (179)

Ein Reisepass aus Singapur ist unter die Tragelasche eines gelben Koffers geschoben.Die schwächsten Reisepässe der Welt

Das Privileg, welches damit beim Reisen einhergeht, wird sichtbar, wenn man sich die letzten Plätze anschaut: Afghanistan landet auf dem 101. Platz, und Menschen mit diesem Reisepass dürfen nur 24 Länder ohne Visum besuchen. Das sind 168 Länder weniger als bei Menschen aus Singapur und erneut der Tiefstwert in der Geschichte des Rankings.

Laut Christian H. Kaelin, Vorsitzender von Henley & Partners, ist der Abstand zwischen dem ersten und dem letzten Platz eine deutliche Erinnerung an das Privileg, das mit dem Geburtsort einhergeht.

„Der Begriff der Staatsbürgerschaft und die damit verbundene Verlosung des Geburtsrechts muss grundlegend überdacht werden, da die Temperaturen steigen, Naturkatastrophen immer häufiger und schwerwiegender werden, ganze Gemeinschaften vertrieben werden und ihre Umwelt unbewohnbar wird. Gleichzeitig zwingen politische Instabilität und bewaffnete Konflikte in verschiedenen Regionen unzählige Menschen dazu, auf der Suche nach Sicherheit und Zuflucht aus ihrer Heimat zu fliehen. Die Notwendigkeit, Free Global Cities einzuführen, um das ungenutzte Potenzial von Vertriebenen und anderen Migranten zu nutzen und sie von Opfern der Umstände zu Gestaltern ihrer eigenen Zukunft zu machen, war noch nie so dringend und offensichtlich wie heute“, mahnt Kaelin.

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Das sind die zehn schwächsten Reisepässe der Welt:

  1. Afghanistan (24)
  2. Syrien (26)
  3. Irak (29)
  4. Jemen, Pakistan (31)
  5. Somalia (33)
  6. Nepal (35)
  7. Bangladesch (37)
  8. Palästina, Nordkorea, Eritrea (38)
  9. Libyen, Sri Lanka (39)
  10. Iran (40)

Ein blauer Reisepass der Vereinigten Arabischen Emirate.Nicht das einzige Reisepass-Ranking

Der Index von Henley & Partners ist nicht das einzige Reisepass-Ranking. Auch das Unternehmen Arton Capital rankt jährlich die Reisepässe und kommt teilweise zu anderen Ergebnissen. Hier liegen nämlich die Vereinigten Arabischen Emirate schon auf dem ersten Platz.

Auf dem zweiten Platz sind hier Spanien und Singapur, während sich Deutschland gemeinsam mit Belgien, Frankreich, Schweden, den Niederlanden, Finnland, Luxemburg, Italien, Dänemark, Portugal, der Schweiz, Griechenland, Österreich, Malaysia, Norwegen, Irland, Südkorea und Japan den dritten Platz teilt. Die Unterschiede in den Rankings entstehen, da unterschiedliche Quellen benutzt werden. Arton Capital bezieht sich auf die offiziellen Angaben der UN-Mitgliedsstaaten.

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