Kölns Coach auf Kuschelkurs gegen die Krise. Lukas Kwasniok (44) trotzt nach dem starken 1:3 gegen die Bayern und den turbulenten Tagen und Fan-Protesten davor der Angst- und Frust-Stimmung rund um seinen seit 8 Spielen sieglosen FC und glaubt fest an die Wende in seinem wohl wichtigsten Köln-Spiel Samstag (15.30 Uhr) gegen Mainz.
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Kwasnioks Rettungs-Plan ist denkbar einfach. „Die Stimmung ist in diesem Moment gerade schlecht. Aber morgen wird wieder ein bisschen gelächelt. Freitag wird gelacht und am Samstag wird dann hoffentlich gewonnen“, sagte Kwasniok direkt nach der Pleite gegen den Meister und macht auf gute Laune vor dem Mainz-Hit. Ein Spiel, in dem es auch um seine Köln-Zukunft geht und in dem er das Vertrauen der Bosse bestätigen und zeigen muss, wie groß die Einheit zwischen Trainer, Team, Führungs-Etage und Fans wirklich ist.
Gegen Bayern war diese Einheit ohne Frage da. Kwasnioks Aufstellung saß – nicht nur, weil ausgerechnet Linton Maina (26) als größte Startelf-Überraschung zur zwischenzeitlichen Führung traf. Es stand keine Mannschaft auf dem Platz, die gegen den Trainer spielt oder verunsichert und frustriert wirkt. Dazu verzichteten die Fans und Ultras nicht nur auf weitere Kwasniok-Proteste – sie standen geschlossen und lautstark hinter der Truppe. Aber was passiert unter Sieg-Druck gegen Mainz? Und was, wenn das Ding am Ende in die Hose geht?

Tor-Jubel! Said El Mala (19/li.) feiert den Treffer von Linton Maina (26)
Foto: AP
Kwasniok-Appell: „Es geht nur gemeinsam!“
Lächeln, lachen, siegen. Kwasniok sagt: „Egal, wie schwer meine Situation ist. Im Leben gibt es viel, viel härtere Aufgaben, als meine Mannschaft nach dieser Leistung gegen Bayern und ein paar Spielen, in denen man nicht so punkten konnte, zum Lachen zu bringen. Das ist meine Aufgabe und das werde ich jeden Tag machen, solange ich ans Geißbockheim komme.“
Man merkt: Kölns Coach ist bemüht, die Ängste und Sorgen der Fans genauso beiseitezuwischen wie ihre Zweifel an seiner Person und den Unmut einiger Profis, der in den letzten Wochen sichtbar wurde. Während Sportboss Thomas Kessler (39) nach dem Bayern-Spiel schweigt, spricht Kwasniok von einer „künstlich von außen erzeugten negativen Stimmungslage“, betont die Einheit zwischen Team und Trainer und kämpft spürbar um seine Zukunft und seinen Job.
Kwasniok: „Es ist schon sensationell, wie die Jungs sechs Ausfälle in der Innenverteidigung aushalten und verkraften. Uns fehlen da sechs Büffel. Wir wollen nicht jammern. Aber ich will zwei Dinge hervorheben: die Tatsache, dass unser ältester Spieler auf dem Platz 27 Jahre alt war, und die Tatsache, dass die Jungs den Bayern trotz der fehlenden Spieler Paroli geboten haben. Das geht nur, wenn Du eine absolute Einheit bist und das Herz am rechten Fleck ist. Ich bin einfach unglaublich stolz, dass die Jungs imstande sind, Woche für Woche solche Leistungen abzuliefern.“
Kwasniok weiß, dass nach nur 3 Punkten aus zuletzt 8 Spielen zum Rückrundenstart gegen Keller-Klub Mainz jetzt die Wende her muss. Sein Versprechen: „Ich bin überzeugt davon, dass die Jungs sich für ihre Aufopferungsbereitschaft in den nächsten Spielen belohnen werden. Wir haben jetzt drei der nächsten vier Spiele zu Hause, und gemeinsam mit den Fans sind wir imstande, wieder ins Punkten zu kommen. Aber das geht nur gemeinsam!“
Bitter für Bayern: Der Köln-Knaller kommt mit 107 km/h!
Quelle: DFL / BILD15.01.2026