Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat das Krisenmanagement während des großen Stromausfalls im Südwesten Berlins mit 100.000 betroffenen Menschen vor gut einer Woche gelobt. „Ja, das Krisenmanagement hat funktioniert“, sagte der CDU-Politiker in einer Regierungserklärung im Abgeordnetenhaus am Donnerstag.
„Alle Beteiligten haben mit Hochdruck gearbeitet, um die schwerwiegenden Folgen dieses Anschlags zu bewältigen.“ Dadurch sei es gelungen, die Stromversorgung für alle früher herzustellen als zunächst prognostiziert, so Wegner.
Der Regierende Bürgermeister räumte er ein, dass er von Anfang an hätte sagen müssen, dass er am ersten Tag des Stromausfalls eine Stunde Sport gemacht hat. Sein Fokus habe aber immer darauf gelegen, wie die Krise bewältigt werden kann.
Wegner kündigte Sofortmaßnahmen an, um die Stadt krisenfester zu machen. Dazu gehört nach seinen Worten auch, dass er den Verfassungsschutz stärken will, um effektiver gegen alle Arten von Terrorismus vorzugehen.
„Aber trotz erfolgreicher Bewältigung der Krise müssen wir ehrlich analysieren, wo wir noch besser werden müssen, wo wir nicht schnell genug waren, wo Strukturen und Zuständigkeiten noch nicht stimmen“, sagte Wegner weiter. Die Tage des Stromausfalls hätten gezeigt, dass es an manchen Stellen Verbesserungsbedarf gebe.