Viele Wuppertalerinnen und Wuppertaler nutzten gleich den ersten Öffnungstag, um wieder in ihrer Bibliothek zu stöbern, zu lesen und sich inspirieren zu lassen. Das Team der Stadtbibliothek freut sich über den lebendigen Auftakt und hat sich für das neue Jahr viel vorgenommen. Darauf gibt es hier schon mal einen ersten Ausblick.

Bereits Mitte Februar steht eine große Neuerung an: Die Stadtteilbibliothek am Rott wird zur Open Library und lädt damit jeden Tag von 10 bis 20 Uhr zum Besuch ein – und das auch am Wochenende und an Feiertagen. So kann der Aufenthalt in der Bibliothek ganz flexibel in den eigenen Alltag und vor allem entspannt und individuell in die Freizeit integriert werden.

Schon in diesen Tagen wird im Eingangsbereich der Stadtteilbibliothek ein Zugangssystem installiert. Wer seinen gültigen Bibliotheksausweis dort scannt, kann die Tür selbstständig öffnen und nach Belieben Zeit in der Bibliothek verbringen und dort stöbern, lesen, andere Leute treffen, spielen und natürlich auch Medien ausleihen oder zurückgeben. Zugang haben alle Erwachsenen mit gültigem Bibliotheksausweis, Jugendliche ab 14 Jahren und Kinder in Begleitung von Erwachsenen. Fachberatung und Service sind in den Open-Library-Zeiten allerdings nicht vorgesehen. Dafür steht das Team wie gewohnt zu den bisherigen Öffnungszeiten bereit.

„Mit der Open Library am Rott setzen wir erstmals in Wuppertal dieses innovative Konzept der flexiblen Bibliotheksnutzung um und erweitern unser Angebot deutlich“, betont Karin Röhrich, Direktorin der Stadtbibliothek. „Nach der umfassenden Renovierung der Stadtteilbibliothek und der Neueröffnung im vergangenen Frühjahr gehen wir jetzt konsequent noch einen Schritt weiter.“

In der Zentralbibliothek geht es in diesem Jahr zudem mit besonders spannenden Veranstaltungen weiter. Am Dienstag, 24. Februar, steht eine Lesung zu einem hochaktuellen Thema auf dem Programm. Bastian Schlange, Verlagsleiter von Correctiv, stellt das neue Buch „Die Correctiv Story“ vor. Er gibt Einblicke in brisante Enthüllungen des Recherchezentrums, zeigt; wie kritischer Journalismus funktioniert und beantwortet Fragen aus dem Publikum. Ein wichtiger Termin für alle, die wissen wollen, wie Recherche wirkt und warum Journalismus für die Demokratie wichtig ist.

Schon bald darauf beginnt im Monat März die Gartensaison.

Dann wird es Zeit, mit dem Aussäen zu beginnen. Passend dazu geht die Saatgutbibliothek in der Zentralbibliothek neu an den Start. Viele Hobbygärtnerinnen und -gärtner kennen das Prinzip der Saatgutbibliothek bereits: Jeder kann daraus Saatgut mitnehmen, im Garten oder auf dem Balkon aussäen, pflegen und später eigenes Saatgut ernten. Dieses wird getrocknet und in beschrifteten Rückgabetüten wieder in die Bibliothek gebracht – damit auch andere davon profitieren können. Mit einem Aktionstag in der Zentralbibliothek am Samstag, 21. März, von 10 bis 13 Uhr soll der Auftakt des nachhaltigen Angebots gefeiert werden.

Mit neun Stadtteilbibliotheken bildet die Präsenz in den Quartieren einen wichtigen Schwerpunkt der Stadtbibliothek. In den beiden vergangenen Jahren wurde dieser bereits um verschiedene Aktionen der „Mobilen Bibliothek“ ausgeweitet. 2026 geht es damit weiter: Der Rotary Club Wuppertal Süd hat der Stadtbibliothek ein Lasten-E-Bike gespendet, das ab Frühjahr zum Einsatz kommen soll. Sobald es draußen wieder wärmer wird, radeln Mitarbeitende der Bibliothek mit dem Lastenrad durch die Stadt. Es wird vollgepackt mit Büchern, Spielen, Lernrobotern, iPads und vielem mehr, was genutzt werden kann für spannende Mitmachangebote. Geplant sind Einsätze auf Spielplätzen, vor Schwimmbädern, auf der Nordbahntrasse oder bei Veranstaltungen in den Stadtteilen. „Ziel ist es, mit so einem aufsuchenden Angebot die Menschen dort zu erreichen, wo sie leben und unterwegs sind, und sie so für das Bibliotheksangebot zu begeistern“, erklärt Direktorin Karin Röhrich.

Darüber hinaus stehen auch wieder viele bewährte Veranstaltungen an. Ein Höhepunkt wird die Maker Faire, die dieses Jahr am Freitag, 26. Juni, in der Zentralbibliothek stattfindet. Veranstaltungsmanager Florian Siebertz bezeichnet das Veranstaltungsformat, das er im Jahr 2024 erstmalig nach Wuppertal holte, als „einen Bastel-und-Technologie-Spielplatz für Groß und Klein“. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren.