Wechselbrücken stehen 2025 auf dem Gelände der Spedition Hellmann in Bremen.

Stand: 15.01.2026 13:56 Uhr

Der international tätige Logistikkonzern Hellmann will Kosten sparen und unter anderem am Hauptsitz in Osnabrück Stellen abbauen. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte die Pläne.

In Osnabrück arbeiten nach Unternehmensangaben zurzeit rund 1.200 Beschäftigte. Wie viele Stellen dort und an weiteren Standorten weltweit abgebaut werden sollen, könne das Unternehmen noch nicht sagen, so die Sprecherin. Der Stellenabbau erfolge schrittweise, die Stellen sollen überwiegend im Verwaltungsbereich gestrichen werden. Zunächst erhielten einige Beschäftigte Angebote, um freiwillig aus dem Unternehmen auszuscheiden. Erst danach könnte es zu Kündigungen kommen. Zuerst hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet.

Ver.di: 15 Prozent der Kosten sollen eingespart werden

Nach Informationen von Ver.di-Landessprecher Tobias Morchner wolle Hellmann 15 Prozent der Kosten einsparen, ein Großteil davon an Personalkosten. Demnach handle es sich hauptsächlich um Stellen, die zu Corona-Zeiten aufgebaut und jetzt nicht mehr benötigt würden. Die Gewerkschaft sei bereits im Austausch mit dem Betriebsrat.

Hellmann widerspricht Ver.di: Zahl nicht korrekt

Die Hellmann-Unternehmenssprecherin wies die Aussage der Gewerkschaft gegenüber NDR Niedersachsen zurück. Dass Hellmann rund 15 Prozent der Kosten einsparen will – und das vor allem beim Personal – sei nicht richtig. Beim geplanten Personalabbau gehe es zunächst um ein „Freiwilligenprogramm“, sagte die Sprecherin am Donnerstag. Erst wenn das nicht ausreiche, werde man mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan reden. Mit den Maßnahmen wolle der Konzern Kosten sparen, um seine wirtschaftlichen Ziele zu erreichen, so die Sprecherin.

Das VW-Logo steht auf dem Markenhochhaus in Wolfsburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 14.01.2026 | 13:30 Uhr und NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 15.01.2026 | 13:30 Uhr