Eine Stadt mit vielen Gesichtern und eine Stadt, die ihr Gesicht immer wieder auch verändert hat: Menden feiert Stadtjubiläum, wird 750 Jahre alt. Im Laufe der Zeit haben natürlich auch Künstlerinnen und Künstler einen Blick auf die Hönnestadt geworfen und sie in ihren Bildern gezeigt – mal dokumentarisch, mal nachdenklich, mal verliebt, aber auch mit viel Humor. Im Foyer des Neuen Rathauses wird am Sonntag, 25. Januar, um 11 Uhr eine Ausstellung eröffnet, die nicht nur einen Querschnitt zeigt, sondern auch die Verbundenheit der Kunstschaffenden mit „ihrer“ Stadt.
Menden, wie es heute nicht mehr erlebbar ist
So unterschiedlich die verwendeten Materialien und Techniken sind, so unterschiedlich sind auch die Blickwinkel, aus denen Menden dargestellt wird – zum Teil so, wie es heute nicht mehr zu erleben ist, weil es Straßen oder Gebäude wie das Stadtschloss nicht mehr gibt, zum Teil aber auch wie es nie war. „Nicht jedes Werk zeigt Menden, wie es wirklich war. Es gibt Fehler – und dennoch sind diese oft sehr bekannten Stadtansichten von großer Bedeutung“, sagt Kulturbüroleiterin Jutta Törnig-Struck. Gemeinsam mit Markus Koschinski vom Kulturbüro hat sie sich auf die Suche nach Stadtansichten gemacht, Kontakt zu Kreativen und ihren Nachfahren aufgenommen und sogar so manchen Schatz aus der Sammlung des Museums gehoben.

Dazu gehört fraglos ein Teppich, der die Mendener Kreuztracht darstellt, auf dem aber auch Gebäude wie die Bergkapelle, das Heilig-Geist-Gymnasium und natürlich die Vincenzkirche zu sehen sind. „Schülerinnen der achten Klasse der Wilhelmschule haben ihn 1953 unter Anleitung von Lotte Bussmann erstellt“, weiß Jutta Törnig-Struck. Allein für dieses Exponat lohne es sich, die Ausstellung zu besichtigen.
Zahlreiche Kreative sind mit eigenen Werken Teil der Ausstellung
Zu sehen sind aber auch viele Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die die Ausstellungsplaner direkt angesprochen haben. „Viele waren ganz stolz, dass wir ihre Ansichten zeigen möchten“, sagt Jutta Törnig-Struck. Auffällig sei, dass Männer das Bild dominieren. Mit Monika Graf, Larisa Votchel und Margit Hübner sind aber drei Frauen dabei, die Ansichten von Menden zeigen. Zu sehen sind aber auch Werke von Karl-Heinz Rickert, Michael Rickert, Robert-Valter Krepetsch, Wilhelm Schneider, Hermann-Josef Schnell, Helmut Kruse, Dieter Lubczyk, Josef Schulze-Bertelsbeck, Alexander Wotschel und Martin Smith. Letzterer hat Zeichnungen für das Kinderbuch „Melchior entdeckt Menden“ angefertigt, das im Jahr 2000 erschienen ist.

Allein diese Namensliste zeigt, wie abwechslungsreich die Ausstellung ist. Das betont auch Markus Koschinski und zeigt immer wieder andere Exponate, die Teil der Ausstellung „Menden An Sich“ werden sollen. „Ich hoffe, dass wir alle zeigen können“, sagt er. Letzte Klarheit wird erst der Aufbau vor Ort bringen können. In jedem Fall würden aber Werke aller Künstlerinnen und Künstler berücksichtigt. Jutta Törnig-Struck sagt: „Die Bilder zeigen Menden aus verschiedenen Blickwinkeln, die es uns immer wieder neu öffnen. Das ist die Stärke dieser Ausstellung.“
Die Bilder zeigen Menden aus verschiedenen Blickwinkeln, die es uns immer wieder neu öffnen. Das ist die Stärke dieser Ausstellung.
Jutta Törnig-Struck, Kulturbüroleiterin
Die Kulturbüroleiterin freut sich, dass Mendens stellvertretende Bürgermeisterin Martina Reers die Ausstellung „Menden An Sich“ am Sonntag, 25. Januar, um 11 Uhr eröffnen wird. Jutta Törnig-Struck selbst wird eine Einführung in die Schau geben. Sie hofft, dass schon zur Eröffnung viele Gäste – jeder darf sich willkommen fühlen – dabei sind. Wer dann keine Gelegenheit hat, kann die Ausstellung bis zum 17. März während der Öffnungszeiten des Rathause besichtigen.