Die Umstellung auf einen dieselfreien Schienenpersonennahverkehr in Schwaben ist einen Schritt weiter: Der Freistaat hat am Donnerstag das Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen DB-Infra-Go mit der Planung des Ausbaus beauftragt. Dazu gehört auch die Strecke zwischen Augsburg und Bobingen. Sie soll eine Oberleitung erhalten. Auf dem weiteren Abschnitt über Schwabmünchen nach Buchloe müssen Züge dann künftig im Akkubetrieb fahren.
Umstellung in zwei Stufen
Zwölf bisherige Diesellinien in Schwaben und im westlichen Oberbayern sollen auf Akku-Betrieb mit konventionellen Fahrzeugen (ohne Neigetechnik) umgestellt werden. Ab Mitte der 2030er-Jahre sollen Akku-Züge auf Linien „mit geringem Anpassungsbedarf an der Infrastruktur“ fahren, Ende 2040 sollen die übrigen Linien folgen. In die erste Gruppe fällt die Linie RE 73 Augsburg – Bad Wörishofen, in die zweite die RB 69 zwischen Augsburg und Landberg und die RB 77 zwischen Augsburg und Füssen.
Auf vollelektrischen Betrieb umgestellt werden soll auch die Linie RB 83 zwischen Augsburg und Langenneufnach. Tatsächlich endet der Zugverkehr derzeit aber in Gessertshausen. Erst mit der angestrebten Reaktivierung der Staudenbahn soll wieder ein durchgängiger Schienenverkehr stattfinden. Für das Vorhaben läuft das Planfeststellungsverfahren.
Diesel-Aus bis 2040
Laut Verkehrsminister Christian Bernreiter soll der Dieselbetrieb bis 2040 beendet und alle Linien auf elektrischen Betrieb oder Akku-Züge umgestellt sein. Der Freistaat gehe freiwillig in Vorleistung und investiert rund 60 Millionen Euro in die Planungen. Die Kosten für die Elektrifizierung dieses Teilabschnitts zwischen Augsburg und Bobingen belaufen sich auf rund 13,4 Millionen Euro.
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Maximilian Czysz
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86399 Bobingen
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