Konzerte

Zum 35. Geburtstag der Aachener Bluesnacht, die im Januar 1991 im Jakobshof ihre Premiere feierte, haben das Franz als Veranstaltungsort seit 2015 und die Somebody Wrong Bluesband als „Hausband“ der ersten Stunde einen Blick über die Grenze getan: Mit The Liberators (Foto) wurde eine der renommiertesten Bluesbands der Niederlande gewonnen. Die Gruppe tourte ausgiebig durch Europa und spielte in Ländern von Spanien bis Norwegen. Diese Tourneen wurden durch die Veröffentlichung von sechs Alben auf namhaften Labels unterbrochen. Beide Bands treten am 16. Januar ab 20 Uhr auf.

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Der Trompeter Christoph Titz tritt am 16. Januar mit Band um 20 Uhr im Aachener Club Tajine auf. Im Mittelpunkt des Konzerts steht das neue Album „August Stories“, das Ende vergangenen Jahres erschienen ist. Entstanden ist diese sehr persönliche Musik im Sommer 2024, in einem Monat, den Titz allein in Berlin verbrachte. Ohne Ablenkung, nur mit Büchern, Gedanken und seiner Trompete. In dieser Zeit entstanden zehn Stücke, die kleine Geschichten erzählen: von Stimmungen, Begegnungen und inneren Bildern. „August Stories“ ist das erste rein akustische Album von Christoph Titz – Klaviertrio und Trompete, ohne Elektronik, ohne Synthesizer.

Trompeter Christoph Titz stellt am 16. Januar in Aachen sein aktuelles Album „August Stories“ vor. Foto: Tim Griese

Eigentlich 2020 als Solo-Studioprojekt gestartet, entstand Anfang 2024 die Idee, das Material des Songwriters Harper als Band live auf die Bühne zu bringen. Das Ergebnis ist ein Mix aus Art-Rock, R’n’B, Glam und Funk, beeinflusst von David Bowie, Roxy Music und Talking Heads – live zu erleben am 16. Januar um 21 Uhr im Outbaix in Übach-Palenberg. Die Band mit Musikern der Aachener Szene verpasst den Songs eine kraftvolle Ausstrahlung, während die Texte vom Leben im Kleinen und Größeren handeln, von der Sehnsucht nach Geborgenheit, vom Scheitern und von Neubeginn. Der Eintritt ist frei.

Eigentlich sollte der ostbelgische Jazz- und Pop-Pianist Andy Houscheid mit dem Perkussionisten Rhani Krija im Alten Rathaus in Würselen auftreten. Aufgrund anderweitiger Verpflichtungen Krijas wird es am 17. Januar um 20 Uhr zu einem Solokonzert von Houscheid kommen. Der 42-Jährige ist in Deutschland, Belgien und Luxemburg ein fester Bestandteil der Pop- und Jazzszene. Er hat Jazz studiert, das Songwriting folgte in der Entwicklung des Musikers. Auf seinen vier Alben verbindet Houscheid engagierte Popmusik mit der klangreichen Qualität eines virtuosen Jazzers.

Der ostbelgische Jazz- und Pop-Pianist Andy Houscheid tritt am 17. Januar in Würselen auf. Foto: Amin Oussar

Das britische Duo Smith & Liddle, bestehend aus Elizabeth Liddle und Billy Smith, komponiert Songs, die mit ihrer Hommage an den Softrock den Geist der 1970er Jahre widerspiegeln. Aufgewachsen mit den Klängen von Laurel Canyon und der British Invasion, wuchsen Smith und Liddle nur rund 40 Kilometer voneinander entfernt auf, trafen sich aber erst, als Billy Smith auf der Suche nach einer Sängerin war. Kürzlich tourten Smith & Liddle durch Großbritannien, um Young Gun Silver Fox zu unterstützen. Am 19. Januar spielen sie um 20 Uhr ein Konzert im Aachener Domkeller.

„Die Nacht der 5 Tenöre“ lädt für den 20. Januar um 19.30 Uhr ins Haus der Stadt nach Düren ein, den schönsten Arien und Kanzonen der Musikgeschichte zu lauschen: mit dem neuen Programm „Magia delle melodie“. Die fünf Solisten standen alle bereits auf den bekanntesten Bühnen Italiens. Gemeinsam präsentieren sie Stücke vor allem der italienischen Oper und huldigen den Melodien der großen Meisterkomponisten Italiens wie Verdi, Puccini oder Leoncavallo. Als Stargast ist Entertainer Marc Marshall dabei.

The Bony King of Nowhere ist das Alias des belgischen Musikers Bram Vanparys. Sein aktuelles Album „Everybody Knows“ (2024), begründet durch das Bekenntnis des Singer-Songwriters zur künstlerischen Weiterentwicklung, hat lange auf sich warten lassen. 2018 war der Vorgänger „Silent Days“ erschienen. Auf seinem neuen Werk beschäftigt sich Vanparys mit verrosteten Mustern in der Gesellschaft, der Gehorsamkeit des Durchschnittsmenschen, der Ignoranz der Mächtigen und der Toxizität der Online-Kommunikation. Live zu erleben ist er am 21. Januar um 20 Uhr in der Muziekgieterij in Maastricht.

Der Singer-Songwriter The Bony King of Nowhere alias Bram Vanparys ist am 21. Janaur zu Gast in der Muziekgieterij in Maastricht. Foto: Lucinde Wahlen

Das bretonische Duo Les Sales Gosses tritt am 21. Januar um 20 Uhr auf Einladung des Institut français Aachen im Rahmen der Deutsch-Französischen Tage im Domkeller in Aachen auf. Die in Rennes beheimatete Band besteht aus dem Akkordeonisten Silvère Vauléon und der Geigerin Marie-Amélie Vivier, die beide auch singen. Im Gepäck haben sie außerdem noch ein Loop-Pedal, das sie liebevoll Fun-Loop nennen. Mit ihren mal komischen, mal poetischen Kompositionen haben es sich Les Sales Gosses zur Aufgabe gemacht, die Welt auf kreative Weise neu zu erschaffen.

Der preisgekrönte Trompeter und Komponist Jakob Bänsch gehört zu den Rising Stars der europäischen Jazzszene: Vom New Yorker Jazzkritiker Bill Milkowski wurde er bereits mit dem jungen Wynton Marsalis verglichen. Bänschs Platte „Opening“ wurde unter anderem mit dem Deutschen Jazzpreis 2024 als „Debütalbum des Jahres“ ausgezeichnet. Er arbeitete mit internationalen Jazzgrößen zusammen. Mit seinen Bands trat er bereits in den renommiertesten Jazz-Locations und auf Festivals in Deutschland auf. Am 22. Januar kommt er um 20 Uhr mit seinem Quartett in den Alten Schlachthof nach Eupen.

Comedy & Kabarett

An einem Donnerstag wünscht Maddin Schneider im Aachener Franz einen „Schönen Sonndaach!“ Das neue Programm des hessischen Comedians soll so etwas wie ein sonntägliches Überraschungsmenü werden, mit köstlichen Comedy-Leckerbissen in verschiedenen Variationen für jeden Geschmack. Schneider serviert Gesprochenes, Gelesenes und Gesungenes und zieht dabei wie gewohnt alle mimischen Register, wodurch Stand-Ups, Texte aus seinen Büchern und hessische Swing-Songs eine besondere Würze erhalten. Los geht die Show des 61-Jährigen in Aachen am 22. Januar um 20 Uhr.

Kommt mit seinem Programm „Schönen Sonndaach!“ am 22. Januar nach Aachen: Comedian Maddin Schneider. Foto: Patrick Reymann

Bühne

Was sich lange angekündigt hat, ist in „2044. Chronik der Zukunft“ eingetreten: Die Machtübernahme durch die „Nationale Allianz für Deutschland“ (NAfD) hat zur Folge, dass die Demokratie Stück für Stück abgeschafft und ein autoritäres Regime errichtet wird. Diese fiktive Zukunft wird in einer multimedialen Inszenierung von Gernot Grünewald, die sich um sieben unterschiedliche Charaktere dreht, im Großen Haus des Theaters Aachen auf die Bühne gebracht, inspiriert vom Podcast „2044. Chronik einer verlorenen Zukunft“, von Büchern wie „Machtübernahme“, von klassischen Dystopien sowie von historischen und aktuellen Ereignissen. Die Premiere ist am 17. Januar um 19 Uhr.

„L’elisir d’amore – Der Liebestrank“, das Melodramma giocoso in zwei Akten von Gaetano Donizetti, ist am 22. Januar um 19 Uhr im Großen Haus des Theaters Aachen zu sehen. Der schwärmerische Nemorino liebt Adina, doch sie scheint nur Augen für Belcore zu haben. Der Wunderdoktor Dulcamara schwatzt Nemorino einen Liebestrank auf, doch dahinter verbirgt sich nur ein gewöhnlicher Rotwein. Adina zeigt sich eher irritiert von dem beschwipsten, vor Selbstbewusstsein strotzenden Nemorino. Noch mehr Liebestrank soll sie endlich an ihn binden. Doch Adina hat Nemorino längst durchschaut und kennt ein besseres Mittel …

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Zwei Fußballer von Real Madrid begegnen sich im Wald. Der Stürmer lädt den Mittelfeldspieler zum Weihnachtsfest in sein Elternhaus ein. Das vom Gast mitgebrachte Bananenbrot führt bei der Mutter des Stürmers zu einem allergischen Schock. Sie stirbt. Auf der Beerdigung küssen sich die beiden Männer zum ersten Mal, was nicht unentdeckt bleibt: Ein Foto geht viral. Auf einer Pressekonferenz müssen sie Fragen über sich ergehen lassen. Noch schlimmer: Plötzlich werden Wechselpläne des Stürmers aufgedeckt. Hat die junge Liebe eine Chance in Leo Meiers Schauspiel „Zwei Herren von Real Madrid“ im Grenzlandtheater Aachen? Das Stück ist nahezu täglich zu sehen.

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Ausstellungen

Das Fotomuseum am Vrijthof in Maastricht präsentiert eine Ausstellung des italienischen Sozialdokumentarfotografen Franco Zecchin. „Life in Sicily” zeigt 50 ikonische Schwarz-Weiß-Fotografien, die zwischen 1975 und 1994 auf Sizilien entstanden sind. In dieser turbulenten Zeit war die italienische Insel mit großangelegter Mafia-Gewalt, politischer Korruption und sozialer Ungleichheit konfrontiert. Die Ausstellung vermittelt ein Bild des Kampfes zwischen organisierter Kriminalität, Zivilgesellschaft und Regierung, zeigt aber auch die Komplexität einer Gesellschaft, in der Gewalt und Schönheit oft unbehaglich nebeneinander existieren. (bis 25.1.)

Die Mode des 18. und frühen 19. Jahrhunderts ruft unweigerlich Bilder von üppigen Ballkleidern, extravagantem Schmuck und hochgesteckten Frisuren hervor. Aber entspricht dieses Bild auch der historischen Realität? Die Ausstellung „Rococo Reboot!“ im Modemuseum Hasselt will diese Frage beantworten, indem sie ihre Besucher mit auf eine Reise durch die Welt der Mode von 1750 bis 1830 nimmt und aufzeigt, dass die Modegeschichte keine festen Perioden kennt, sondern eine kontinuierliche Entwicklung ist, in der sich Stile und Trends immer wieder neu erfinden. (bis 22.2.26)

„Oh, Clock!“ ist die erste große Einzelausstellung der New Yorker Malerin Amy Sillman im deutschsprachigen Raum. Sie ist im Ludwig Forum in Aachen zu sehen und besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil der Ausstellung ist eine konzentrierte Auswahl von Sillmans Arbeiten der vergangenen zehn Jahre zu sehen, darunter 24 Malereien, über 300 Zeichnungen, Grafiken und Collagen, mehrere große Installationen und digitale Animationen. Beim zweiten Teil handelt es sich um eine kuratorische Sammlungsintervention der Künstlerin: An diagonal verlaufenden, von ihr bemalten Wänden präsentiert sie mehrere Dutzend Werke aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig in Aachen, die sie ausgewählt hat. (bis 15.3.)

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