Im Süden von Haunstetten an der Hirsestraße lässt es sich gut parken. Breite Parkbuchten stehen für Anwohner und Gäste ohne zeitliche Beschränkung zur Verfügung. Das animiert allerdings Besitzer von Wohnwägen, Wohnmobilen und Anhängern, ihre Gefährte dort abzustellen, was die Anwohner wiederum ärgert. „Die Mehrheit der Anwohner hat keine eigene Garage und ist auf die Parkbucht in der Hirsestraße angewiesen und daher sollte diese Parkbucht auch für das Anliegen der Anwohner freigehalten werden“ schreibt ein Leser. Die Stadt kennt das Problem, kann aber gegen die Dauerparker wenig machen.

Seit längerer Zeit werde die Parkbucht durch dauerhaft abgestellte Anhänger, Wohnwagen, Wohnmobile sowie Firmen-Lkw über 7,4 Tonnen blockiert, schreibt ein Anwohner. Mehrere dieser Fahrzeuge überschritten dabei sowohl die zulässige Breite als auch das erlaubte Gesamtgewicht für das Parken in einem Wohngebiet.

Anwohner beobachten gefährliche Situationen für Schulkinder

Gleichzeitig verlaufe an dieser Stelle ein Schulweg zur Johann-Strauß-Schule. Anwohner beobachteten immer wieder gefährliche Situationen, bei denen Kinder hinter den großen Fahrzeugen unvermittelt auf die Straße getreten und von herannahenden Autos erst sehr spät erkannt worden seien. Hinzu komme, dass es sich bei den Autofahrern häufig um Eltern auf dem Weg zur Schule handle, die aus Zeitdruck die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h nicht einhielten.

Parallel dazu seien die Bemühungen, bei Ordnungsamt und Polizei Abhilfe zu erreichen, bislang ohne Wirkung geblieben, da sich die beiden Stellen gegenseitig die Zuständigkeit zuschöben, ärgert sich der Anwohner.

Parken für Lastwagen, Wohnmobile und Wohnwagen grundsätzlich erlaubt

Die Stadt teilt mit, dass es sich bei den abgestellten Lastwagen, Wohnmobilen und Wohnwagen um zugelassene und betriebsbereite Fahrzeuge handelt. Eine Überbreite sei nicht festgestellt worden, das Parken sei daher grundsätzlich erlaubt, sofern die allgemeinen Parkregeln eingehalten würden, so das Mobilitäts – und Tiefbauamt der Stadt. Anhänger ohne Zugfahrzeug dürften allerdings, außer auf entsprechend gekennzeichneten Flächen, nicht länger als zwei Wochen abgestellt werden.

Hinweise auf gefährliche Situationen bei der Querung der Hirsestraße lägen der Stadt bislang nicht vor. Überhöhte Geschwindigkeiten in Tempo-30-Zonen führt die Verwaltung vor allem auf mangelnde Verkehrsmoral zurück. Um die Situation zu verbessern, seien verstärkte Kontrollen der Geschwindigkeit und der Parksituation angeordnet worden, insbesondere mit Blick auf abgestellte Anhänger. Baureferent Steffen Kercher kündigt an, die Situation vor Ort prüfen zu lassen, um mögliche Verbesserungen für die Sicherheit der Schulkinder zu ermitteln.

  • Fridtjof Atterdal

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  • 86179 Haunstetten

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