Ihr seid es leid, durch die endlosen Weiten des Streamings zu scrollen? Nicht verzagen! Wir von FILMSTARTS stellen euch drei Titel auf Netflix vor, die ihr euch dieses Wochenende unbedingt anschauen solltet.

Bis das Wetter endlich wieder angenehmere Saiten aufzieht, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Bedeutet: Eure Abende verbringt ihr aktuell mit ziemlicher Sicherheit gemütlich auf der heimischen Couch. Doch um wirklich abschalten zu können, braucht es natürlich auch das passende Unterhaltungsprogramm – und genau das kann die Stimmung manchmal ganz schön trüben!

Denn angesichts der schier überwältigenden Auswahl an Filmen, die die zahlreichen Streamingdienste bereithalten, wird die Suche nach dem richtigen Titel schnell zur nervenaufreibenden Geduldsprobe. Damit schlechte Laune gar nicht erst aufkommt, stellen wir euch jede Woche drei sehenswerte Filme vor, die sich im Netflix-Katalog verstecken. Viel Spaß beim Entdecken!

„Spiel ohne Regeln“ (2005)

Einst war Paul Crewe (Adam Sandler) ein gefeierter Quarterback, doch zuletzt läuft für ihn so ziemlich alles schief. Gegen ihn wird wegen Spielmanipulation ermittelt, und nach einer Fahrt unter Alkoholeinfluss landet er schließlich auch noch hinter Gittern. Im Gefängnis gerät Paul schnell ins Visier des Direktors (James Cromwell), der ihn dazu verdonnert, das Football-Team der Wärter zu trainieren – schließlich soll der Trophäenschrank endlich Zuwachs bekommen. Doch Paul hat andere Pläne: Gemeinsam mit Football-Legende Nate Scarborough (Burt Reynolds) stellt er ein Team aus Häftlingen zusammen und organisiert ein Vorbereitungsspiel, bei dem die Gefangenen gegen ihre brutalen Aufseher antreten sollen …

Auch wenn der Football-Hype mittlerweile in Deutschland angekommen ist, könnte das Thema bei manchen Netflix-Abonnent*innen noch immer auf Skepsis stoßen. Aber keine Sorge: Selbst wer keine Ahnung von Spielzügen, Touchdowns oder Quarterbacks hat, kann mit diesem Film bestens unterhalten werden. Denn „Spiel ohne Regeln“ ist vor allem eine klassische Adam-Sandler-Komödie, die auf schräge Charaktere, derbe Gags und eine ordentliche Portion Chaos setzt. Mit sichtbarer Freude arbeitet sich der Film actiongeladen am Mythos amerikanischer Zuchthäuser ab – und ganz nebenbei bleibt auch der Einsatz von Creedence Clearwaters „Have You Ever Seen The Rain?“ nachhaltig im Gedächtnis.

Adam Sandler in

Columbia TriStar

Adam Sandler in „Spiel ohne Regeln“.

„Superbad“ (2007)

Habt ihr nach „Spiel ohne Regeln“ noch immer Lust auf kräftige Lachanfälle, wünscht euch aber zusätzlich ein kleines bisschen Herz? Dann solltet ihr euch die Teenie-Komödie „Superbad“ keinesfalls entgehen lassen, die längst völlig zu Recht Kultstatus genießt. Greg Mottola inszeniert nach einem Drehbuch von Seth Rogen und Evan Goldberg ein Comedy-Feuerwerk, das aus allen Rohren schießt und dabei auch genüsslich unter die Gürtellinie zielt. Doch „Superbad“ kann mehr als nur platte Witze: Es ist zugleich eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, die dank der glaubwürdig gezeichneten Figuren vor allem zum Ende hin ziemlich berührt.

Die Highschool-Zeit neigt sich dem Ende zu – und damit auch die tägliche Nähe von Seth (Jonah Hill) und Evan (Michael Cera). Bevor die beiden auf unterschiedliche Colleges gehen und sich ihr Leben unweigerlich verändert, wollen sie es auf einer Party noch einmal richtig krachen lassen. Seth schwärmt für Jules (Emma Stone), während Evan versucht, Becca (Martha MacIsaac) näherzukommen. Das große Problem: Die beiden haben versprochen, Alkohol zu besorgen. Was folgt, ist eine vollkommen eskalierende Odyssee voller Missverständnisse, absurder Begegnungen und Situationen, in denen wirklich alles möglich scheint …

„Vorbilder?!“ (2008)

Ihr habt nach „Spiel ohne Regeln“ und „Superbad“ immer noch nicht genug gelacht? Dann solltet ihr unbedingt auch „Vorbilder?!“ auf Netflix einschalten. Auch hier wird eine Ode an die Freundschaft angestimmt – und mit jugendlicher Entschlossenheit betont, wie wichtig es ist, sich das innere Kind zu bewahren. Allein der Cast ist dabei schon Grund genug, einzuschalten: Paul Rudd („Anaconda“), „American Pie“-Ikone Seann William Scott und Christopher „McLovin“ Mintz-Plasse, der durch „Superbad“ endgültig zum Kultstar avancierte. Ein Meisterwerk ist „Vorbilder?!“ sicher nicht, doch wer 90 sympathische, kurzweilige Minuten sucht, wird hier definitiv fündig.

Wheeler (Seann William Scott) und Danny (Paul Rudd) sind zwei absolute Chaoten, die nach einem Unfall vor eine klare Wahl gestellt werden: 30 Tage Gefängnis oder 150 Stunden Sozialarbeit. Sie entscheiden sich für Letzteres und landen in einem „Big Brother“-Programm, bei dem sie jeweils ein Kind aus schwierigen Verhältnissen betreuen sollen. Was für Wheeler und Danny zunächst wie eine nervige Pflichtaufgabe wirkt, entwickelt sich schon bald zu einer echten Herzensangelegenheit – mit unerwarteten Entwicklungen für alle Beteiligten.