Köln (NRW) – War es das tödliche Ende eines Streits? In der Wohnung eines 19-Jährigen wurde die Leiche eines 52-Jährigen gefunden.
Polizisten rückten an, nachdem sich ein Arbeitskollege bei den Beamten gemeldet hatte. Der Tote sei nicht zur Arbeit gekommen und einen Tag zuvor bei dem 19-jährigen Tatverdächtigen in Köln-Bickendorf (NRW) zu Besuch gewesen.
Opfer und Täter kannten sich gut
Bisherige Ermittlungen ergaben: In der Wohnung auf dem Ollenhauerring soll es am Dienstagabend (13. Januar) zu einem heftigen Streit zwischen dem 19-Jährigen und dem 52-Jährigen gekommen sein. Das spätere Opfer kümmerte sich – in Absprache mit dessen im Ausland lebenden Eltern – gelegentlich um das „Wohlbefinden“ des 19-Jährigen, wie es von der Polizei heißt.
Bei dem Streit wurde der 52-Jährige so schwer verletzt, dass er starb. Zu der genauen Todesursache machte die Polizei keine Angaben.
Gewahrsam nach Urinflaschen-Wurf
Nach der Tat verließ der 19-Jährige dann seine Wohnung – und geriet nur wenige Stunden später mit einem Security-Mann einer Moschee an der Venloer Straße aneinander, als er die verschlossene Moschee betreten wollte. Der Sicherheitsmitarbeiter hinderte ihn daran.
Weil der 19-Jährige leicht verletzt war, riefen die alarmierten Polizisten einen Rettungswagen. Im Krankenhaus leistete der Mann dann Widerstand, bewarf die Beamten sogar mit einer Urinflasche! Daraufhin kam er in Gewahrsam. Am nächsten Morgen wurde er entlassen.
19-Jähriger wirkte apathisch
Am selben Tag bekam die Polizei dann den Hinweis des Arbeitskollegen des Getöteten – und fuhr zu der Wohnung des 19-Jährigen. Weil auf Klingeln und Klopfen niemand reagierte, kletterten die Beamten auf den Balkon der Wohnung. Dort fanden sie den apathisch wirkenden Tatverdächtigen. Die Leiche des 52-Jährigen wurde wenig später ebenfalls entdeckt.
Der Verdächtige bestreitet, den 52-Jährigen getötet zu haben. Die Ermittlungen zum Tatmotiv und den Tathintergründen dauern an.