PTBS, Herzinfarkt-Risiko
15.01.2026 – 22:25:12
Eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist ein eigenständiger Risikofaktor für Herzerkrankungen. Das fordern kardiologische Fachgesellschaften in aktuellen Positionspapieren. Sie stützen sich auf eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Erkenntnisse. Dieser Paradigmenwechsel rückt die Psyche ins Zentrum der präventiven Herzmedizin.
Wie Trauma das Herz still schädigt
Die Verbindung ist mehr als eine Metapher. Studien belegen: Menschen mit PTBS haben ein deutlich höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine schwedische Geschwisterstudie zeigt ein um durchschnittlich 64 Prozent erhöhtes Risiko. Die Mechanismen sind komplex:
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- Biologisch: Chronischer Stress bei PTBS führt zu dauerhafter Alarmbereitschaft. Das schädigt den Körper durch hohen Blutdruck, Entzündungen und eine gestörte Gefäßfunktion.
- Verhalten: Betroffene neigen häufiger zu Rauchen, Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung. Auch Arzttermine werden oft aus Angst gemieden.
Wenn der Herzinfarkt zum Trauma wird
Ein besonders tückisches Phänomen ist die kardial-induzierte PTBS (KI-PTBS). Hier löst das lebensbedrohliche Herzereignis selbst das Trauma aus. Schätzungsweise 12 Prozent der Patienten entwickeln danach eine PTBS.
Die Symptome sind spezifisch: Statt Rückblenden in die Vergangenheit plagen die Patienten “Flashforwards” – quälende Vorstellungen eines erneuten Herzversagens. Normales Herzklopfen wird zur Katastrophenangst. Diese Form bleibt oft unerkannt.
Neue Leitlinien fordern psychosomatische Vorsorge
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) drängt auf Konsequenzen. Unbehandelte PTBS nach einem Herzereignis kann die Sterblichkeitsrate um bis zu 50 Prozent erhöhen. Daher fordern Experten:
- Routinemäßiges Screening auf psychosoziale Risikofaktoren bei Herzpatienten.
- Integrierte Behandlung aus Kardiologie und Psychotherapie.
- Klare Überweisungswege zu Traumatherapeuten.
Als wirksam haben sich traumafokussierte Therapien wie die kognitive Verhaltenstherapie oder EMDR erwiesen. Sie helfen, die Angstspirale zu durchbrechen.
Die Botschaft ist klar: Ein effektives PTBS-Management ist kein Luxus, sondern essenzieller Bestandteil des Herzschutzes. Die integrierte Versorgung von Psyche und Herz wird zum neuen Standard.