Airlines werden immer vorsichtiger, was den Umgang mit Powerbanks in den Kabinen ihrer Flugzeuge angeht. Viele internationale Airlines haben in den vergangenen Jahren und Monaten nicht zuletzt auf Vorfälle reagiert, die nicht gerade glimpflich ausgingen. Glücklicherweise funktionierte die Evakuierung und Tote blieben bei einem Unglück an Bord eines Air-Busan-Flugs aus. Dort brannte eine Powerbank im Handgepäckfach.

Weder dort noch im Aufgabegepäck dürfen die Powerbanks bei Flügen der Lufthansa-Gruppe sein. Seit dem 15. Januar dürfen die Powerbanks an Bord auch nicht genutzt oder geladen werden. Das teilt die Lufthansa Group mit. So wird das Brandrisiko minimiert.

Akku besser vor dem Flug laden

Ärgern dürften sich dann zumindest die Passagiere, die bequem während des Fluges ihre Geräte laden wollten und womöglich mit leeren Akkus landen werden.

Pro Passagier dürfen laut der Mitteilung maximal zwei Powerbanks ausschließlich im Handgepäck mitgeführt werden. Das Aufgabegepäck wird also weiterhin streng darauf kontrolliert.

Die Geräte dürfen laut der Mitteilung nur in der Sitztasche des Vordersitzes, am eigenen Körper oder im Handgepäck unter dem Sitz verstaut werden.

Laut „aerotelegraph“ hatte es schon vor einigen Monaten an Bord von Lufthansa- und Eurowings-Flügen als Borddurchsage den Hinweis gegeben, dass Fluggäste Powerbanks stets im Blick haben müssen, wenn diese in Benutzung seien. Jetzt wird die strikte Regel eingeführt, mögliche Konsequenzen bei Missachtung werden nicht genannt.

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Auch E-Zigaretten sind im Fokus der Airlines: Aus Sicherheitsgründen ist der Transport von Powerbanks und E-Zigaretten im aufgegebenen Gepäck oder die Aufbewahrung in den Gepäckfächern über den Sitzen nicht gestattet, schreibt die Lufthansa.

Bitte beachten Sie: Powerbanks mit einer Kapazität zwischen 100 Wh und 160 Wh müssen vorab von der Airline genehmigt werden. Zugelassene medizinische Geräte sind von dieser Regelung ausgenommen.

Welche Airlines betroffen sind

Die neue Regel betrifft potenziell viele Reisende aus Deutschland und den Nachbarländern: Denn neben der Lufthansa gehören zur Lufthansa-Gruppe auch Eurowings, Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines, Edelweiss, Discover Airlines und Air Dolomiti. Auch Ita Airways gehört neuerdings zur Lufthansa-Gruppe.

Die für die Lufthansa Group geltenden Regelungen rund um Powerbanks basieren auf aktuellen Empfehlungen der zuständigen Luftfahrt-Organisationen EASA, FAA, IATA und ICAO, teilt der Konzern mit.

Es lohnt sich also, genau die entsprechenden Regelungen der Airline zu studieren und Ärger an Bord oder am Flughafen zu vermeiden.